mini|Poseci Bune (1985)

Poseci Waqalevu Bune (geb. 9. September 1946 in Suva, Fidschi; gest. 22. November 2023) war ein fidschianischer Beamter, Diplomat, Politiker und Minister. Er war Vorsitzender der Kommission für den öffentlichen Dienst (Public Service Commission), Sekretär des Premierministers und Ständiger Vertreter Fidschis bei den Vereinten Nationen. Zudem war er Minister in den Regierungen von Mahendra Chaudhry und Laisenia Qarase sowie im Militärregime von Frank Bainimarama. Bune starb am 22. November 2023 im Alter von 77 Jahren an Prostatakrebs.

Beamter Vor seinem Einstieg in die Politik war Bune Beamter und bekleidete verschiedene hohe Positionen im öffentlichen Dienst, darunter die des Kommissars der Westdivision. und Public Service Commissioner. 1990 wurde er Staatssekretär für Regierung und öffentlichen Dienst und vereinte damit die Funktionen des Kommissars für den öffentlichen Dienst und des Ständigen Sekretärs des Premierministers. 1992 wurde er zum Ständigen Sekretär für Tourismus und später zum Ständigen Sekretär für Gesundheit ernannt. Von 1996 bis 1999 war er Fidschis Botschafter bei den Vereinten Nationen.

Politik 1998 war Bune Mitbegründer der Christlich-Demokratische Allianz (Veitokani ni Lewenivanua Vakarisito, VLV). Er kandidierte 1999 für die Partei bei den Parlamentswahlen im Wahlkreis Macuata Fijian Communal und wurde ins Repräsentantenhaus gewählt. Er wurde von Mahendra Chaudhry in das Kabinett der People’s Coalition (Volkskoalition) als Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Forsten berufen. Im Zuge des Staatsstreichs im Jahr 2000 wurde er als Geisel genommen und 55 Tage lang festgehalten, bis er am 13. Juli 2000 freigelassen wurde.

Nach dem Putsch zerfiel die VLV, und Bune schloss sich der Fiji Labour Party (Ilawalawa Cakacaka ni Viti, FLP) an. Bei den Wahlen 2001 wurde er im Wahlkreis Labasa Open als FLP-Kandidat wiedergewählt. Im Mai 2002 warf er der Regierung Qarase vor, diplomatische Ämter nach rassistischen Gesichtspunkten besetzt zu haben. Er forderte wiederholt eine umfassende Untersuchung des Putsches von 2000 und die Anklage der Verantwortlichen für den erzwungenen Rücktritt von Kamisese Mara wegen Hochverrats. Zudem behauptete er, hochrangige Polizeibeamte würden die Ermittlungen behindern. Im Mai 2003 forderte er die Verlängerung des Vertrags von Militärkommandant Kommodore Frank Bainimarama. Im August 2004 beschuldigte er Premierminister Laisenia Qarase, im Voraus von dem Putsch gewusst zu haben, und erstattete Anzeige gegen ihn. Qarase reagierte mit rechtlichen Schritten.

Bune lehnte die vorzeitige Freilassung der Putschisten durch die Qarase-Regierung ab, und auch die Reconciliation, Tolerance, and Unity Bill.

Im Jahr 2004 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der FLP gewählt und im Februar 2005 zum stellvertretenden Oppositionsführer ernannt, als Nachfolger von Krishna Datt.

Bune wurde bei den Wahlen 2006 wiedergewählt, und zum Umweltminister in Qarases Mehrparteienkabinett ernannt. Die FLP stritt intern über die Kabinettsbeteiligung, und im Juni 2006 gehörte er zu einer Gruppe von FLP-Funktionären, welche die Ernennung von Parteichef Mahendra Chaudhrys Kandidaten für den Senat blockierten. Da Chaudhry nach der Wahl nicht von den Mitgliedern wiedergewählt worden war, beanspruchte Bune daraufhin den Parteivorsitz für sich, und gewann die Unterstützung der Mehrheit der Abgeordneten der Partei. Nachdem Chaudhry von Präsident Iloilo als Parteivorsitzender bestätigt worden war, leitete er das Verfahren zu Bunes Ausschluss aus der Partei ein. Er wurde am 28. November 2006 aus der FLP ausgeschlossen. Gemäß der fidschianischen Verfassung hätte Bune, vorbehaltlich eines Einspruchs, sein Ministeramt und seinen Parlamentssitz verloren. Diese Frage wurde jedoch durch den Staatsstreich in Fidschi am 5. Dezember 2006, der die Regierung von Qarase stürzte – einen Tag nach seinem endgültigen Ausschluss aus der Labour Party –, hinfällig.

Nach dem Putsch rief Bune Qarase und seine Anhänger auf, den Regimewechsel zu akzeptieren und Platz zu machen, damit das Land „vorwärtskommen“ könne, und warnte, dass abgesetzte Führer niemals wieder an die Macht zurückkehren würden.

Am 8. Januar 2007 wurde er zum Minister für den öffentlichen Dienst und die Reform des öffentlichen Dienstes im Übergangskabinett des Militärregimes ernannt. In dieser Funktion säuberte er den öffentlichen Dienst von Personen, die als unkooperativ gegenüber dem Militärregime galten, senkte das Renteneintrittsalter, um Einsparungen zu erzwingen, und versuchte, eine von der gewählten Regierung genehmigte Gehaltserhöhung rückgängig zu machen. Er privatisierte außerdem Radio Fiji teilweise, was Kritik hervorrief, nachdem er den jüngeren Bruder des Generalstaatsanwalts Aiyaz Sayed-Khaiyum zu dessen neuem Geschäftsführer ernannt hatte. Im Zuge einer Kabinettsumbildung am 5. Januar 2008 wurde er als Minister abgelöst.

Bune war später Gründungsmitglied der People’s Democratic Party, und fungierte als deren interimistischer Generalsekretär. Nach der Registrierung der Partei trat er zurück und wurde durch Sat Narayan ersetzt.

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