mini|Claire Aho (1961) Claire Aho (eigtl. Claire Anita Brofeldt;https://www.sverigesradio.se/artikel/6317388 * 2. November 1925 in Helsinki; † 29. November 2015 in Stockholm) war eine finnische Fotografin und Vorreiterin der Farbfotografie. Sie machte sich mit farbintensiven Arbeiten aus Mode-, Werbe- und Editorialfotografie einen Namen.
Leben Aho war die Tochter des Fotografen und Filmemachers Heikki Aho sowie Enkelin des Schriftstellers Juhani Aho und der Künstlerin Venny Soldan-Brofeldt. Eine Kamera erhielt sie bereits mit zehn Jahren, und die Grundlagen der Bildkomposition lernte sie beim Fotografieren der Gemälde ihrer Großmutter. Ihr fotografisches Handwerk erlernte sie im Umfeld von Aho & Soldan, des von ihrem Vater und ihrem Onkel Björn Soldan geprägten Foto- und Filmunternehmens. Ihr erstes veröffentlichtes Foto erschien 1941 in Suomen Kuvalehti. Ab 1974 lebte sie in Stockholm. Sie starb dort 2015 bei einem Wohnungsbrand.
Wirken Aho begann ihr Wirken im Dokumentarfilm und gründete in den 1950er-Jahren ein eigenes Studio. Sie arbeitete bereits in den 1950er-Jahren mit Farbfotografie und entwickelte diese Technik weiter. Im Jahr 1952 war sie bei den Olympischen Spielen in Helsinki als einzige Frau mit der Kamera vertreten; daneben umfasste ihre Laufbahn Fernsehen, Mode- und Werbefotografie sowie Bildreportagen. Für Zeitschriften wie Eeva, Me Naiset, Anna, Viikkosanomat und Avotakka sowie für Werbung und Designunternehmen schuf sie Titelbilder, Modeaufnahmen und Werbefotografien. Ihre oftmals humorvollen, präzise komponierten und farbgesättigten Bilder machten sie zu einer wichtigen Vertreterin der finnischen visuellen Kultur der 1950er- und 1960er-Jahre. Eine breitere Wiederentdeckung erfuhr ihr Werk mit der Ausstellung Tyylin aika in Helsinki 2011, der Londoner Schau Claire Aho: Studio Works 2013 und Colour Me Modern: Claire Aho and the New Woman in Stroud 2026.
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