rahmenlos|rechts Das Heimatmuseum Römstedthaus, Am Friedensplatz 7, in der niedersächsischen Stadt Bergen im Landkreis Celle wurde als Haupthaus am Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird es als Museum mit den vier Gebäuden Haupthaus, Zehntscheune, Treppenspeicher und kleiner Speicher genutzt.
Gründer des Museums war der Pädagoge und Heimatforscher Friedrich Römstedt (1851–1937), der Alltagsgegenstände, Möbel und Geräte sammelte. Nach seinem Tod wurde das Haus in eine Stiftung überführt.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Bergen (Landkreis Celle)).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Geschichte und Beschreibung mini|hochkant= 0.7|Friedrich Römstedt mini|hochkant= 0.7|Feuerstelle im Rauchhaus (2011) mini|hochkant= 0.7|Treppenspeicher (2013) Das 1913 von dem Bergener „Präzeptor“ Friedrich Römstedt gegründete Heimatmuseum besteht aus vier historischen Gebäuden. Es präsentiert volkskundliche Sammlungen zur regionalen Geschichte und bäuerlichen Lebensweise mit Exponaten zur Wohnkultur, Landwirtschaft und Handwerksgeschichte bis um die Jahrhundertwende 1900.
Es befindet sich in einem ehemaligen Rauchhaus. Die alte Hofstelle und die Pfarrkote wurden erstmals 1438 erwähnt. Wobbeke Scroders war der damalige Bewirtschafter. 1831 wurden die Kote und die Ländereien verpachtet, das Haus wurde bis 1912 noch als Rauchhaus genutzt. Der Heimatverein Bergen, dessen Vorsitzender Römstedt war, erwarb 1912 das Haus. Die heimatkundlichen Sammlungen sowie archäologische Grabungsfunde aus der Umgebung fanden zunächst hier ihren Standort. 1929 wurde es in Heimatmuseum Römstedthaus umbenannt.
Das eingeschossige, giebelständige Hauptgebäude, ein typisches Rauchhaus als Zweiständer-Hallenhaus auf Feldsteinsockel in Fachwerk mit dekorativen Steinausfachungen und geschosshohen Eckstreben mit Krüppelwalmdach, Niedersachsengiebel mit Uhlenloch, Pferdeköpfen als Giebelschmuck und der Grooten Door mit Korbbogen sowie zwei Eingangstüren an den Traufenseiten wurde 1809 für K.F. Katung und D.P. Müller (Inschrift) gebaut. Im Inneren sind erhalten das Innengerüst, der Flettdeelengrundriss sowie Teile der kleinteiligen Kieselsteinpflasterung.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Zum Hof/Museum gehören auch der denkmalgeschützte zweigeschossige Treppenspeicher von 1773 (Inschrift) in verbohltem Fachwerk, auf Backsteinsockel mit hohlpfannengedecktem Satteldach, vorkragend über der giebelseitigen Außentreppe; im Obergeschoss geschnitzte Knaggen; hier werden Exponate zur Flachsverarbeitung gezeigt,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen die ehemalige eingeschossige Zehntscheune, in der im Erdgeschoss Land- und Hauswirtschaftsgeräte zu sehen sind, dazu eine Ofenplattenausstellung, eine Druckerei aus dem 19. Jh. und eine bronzezeitliche Ausstellung, sowie der kleine Speicher, ehemalige Remise mit Stall beim alten Amtsgericht, 1984/85 auf dem Museumsgelände neu aufgebaut; museal als Flüchtlingswohnung während des Zweiten Weltkrieges eingerichtet und im Obergeschoss archäologische Ausstellung mit ur- und frühgeschichtlichen Funden aus der Region.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… Wohn-/Wirtschaftsgebäude als Teil der ehemaligen Hofanlage […] markieren durch ihre Lage den alten Ortskern und erinnern durch ihren jeweiligen Typus an die Haus- und Dorfstruktur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts ….“
Weblinks
Bergen: Museum
Einzelnachweise
Heimatmuseum Romstedthaus Heimatmuseum Romstedthaus Kategorie:Bauernhaus in Niedersachsen Kategorie:Wohngebäude im Landkreis Celle Kategorie:Fachwerkhaus in Niedersachsen Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Niedersachsen Bergen Kategorie:Erbaut in den 1800er Jahren Kategorie:Museum im Landkreis Celle Kategorie:Versetztes Bauwerk in Niedersachsen