mini|Katholische Kirche St. Ludgerus in Duisburg-Aldenrade
St. Ludgerus in Aldenrade, einem rechtsrheinischen Stadtteil von Duisburg in Nordrhein-Westfalen, ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Dionysius (Walsum). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Ludger, des ersten Bischofs von Münster, und gehört zum Kreisdekanat Wesel im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist ein moderner Zentralbau mit einem Campanile und hat 400 Sitzplätze.
Geschichte Im Norden von Duisburg-Walsum entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg die Siedlung am Driesenbusch sowie die Montan- und Stahlarbeitersiedlung. Weil die Katholiken sich ein wohnortnahes Gotteshaus wünschten, konstituierte sich 1954 ein Kirchenbauverein. Der Sonntagsgottesdienst fand 1955 bis 1957 im Kindergarten und danach bis 1962 im Jugendheim statt. Nach der Abtrennung von St. Josef (Walsum-Aldenrade) wurde dieser Seelsorgebereich 1957 in ein selbstständiges Pfarrrektorat umgewandelt und 1963 in eine eigenständige Pfarrei erhoben.
Nach den Plänen der Architekten Hans Schädel und Friedrich Ebert (Würzburg) sowie Heinz Buchmann (Dinslaken) entstand 1960–62 die neue Kirche als Zentralbau im Stil der Moderne. Das Gebäude steht auf einem parabolisch/runden Grundriss unter einem Flachdach. Der sehr weit entfernt, direkt an der Straßenkreuzung sich erhebende Glockenturm ist kreuzförmig und besteht aus Betonplatten. Im eingeschossigen Sockelbau befinden sich die Sakristei und die Werktagskapelle. Das Gotteshaus besteht aus schwarzem Ziegelmauerwerk und aus weißen Faserzementplatten. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1967, das 1956–58 erstellte Pfarrheim sowie der 1955 eröffnete und 1984–85 umgebaute Kindergarten.
Die Walsumer Gemeinden St. Josef, St. Ludgerus und St. Juliana wurden am 1. November 2005 zur großen Gemeinde St. Josef zusammengelegt. Am 24. November 2012 erfolgte die Eingliederung von St. Josef (Walsum) in die Pfarrei St. Dionysius (Walsum), sodass St. Ludgerus in Aldenrade seitdem eine Filialkirche dieser Gemeinde ist.
Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Vincentius (Dinslaken), St. Dionysius (Walsum), St. Albertus Magnus (Bruckhausen) und St. Peter und Paul (Voerde) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Dinslaken-Duisburg(Walsum)-Hünxe-Voerde“.
Glocken Im hohen Campanile von St. Ludgerus hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Bronze:
Glocke 1: Schlagton: fis1; Ø 109 cm; Gießerei: Monasterium (Münster); Gussjahr: 1967 Glocke 2: Schlagton: a1; Ø 91 cm; Gießerei: Monasterium (Münster); Gussjahr: 1967 Glocke 3: Schlagton: h1; Ø 81 cm; Gießerei: Monasterium (Münster); Gussjahr: 1967 Glocke 4: Schlagton: cis2; Ø 71 cm; Gießerei: Monasterium (Münster); Gussjahr: 1967.
Orgel Die von der Firma Speith Orgelbau (Rietberg) für die St.-Jakobus-Kirche in Breckerfeld gefertigte Orgel wurde übernommen und 1975 in St. Ludgerus aufgestellt. Dieses Instrument hat 10 Register und elektrische Kegelladen.
Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg/Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Website von St. Ludgerus (Aldenrade) Website vom Kreisdekanat Wesel
Einzelnachweise
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