mini|Madonna, um 1410, abgenommenes Fresko aus der Cappella dei Morti, Neues Refektorium, San Niccolò, Prato mini|Fresko in Santa Maria Novella, Florenz
Pietro di Miniato, auch Pietro di San Miniato genannt (* um 1366 in Florenz; † um 1430/1446 in Prato), war ein italienischer Maler, dessen erhaltenes Werk in Florenz und Prato im gotischen Stil der Florentiner Schule eines Agnolo Gaddi oder Niccolo Gerini gehalten ist.
Werk Er arbeitete mit einem Verwandten zusammen, Antonio di Miniato di Piero (* 1387 in Florenz; † 1466 in Prato), wahrscheinlich seinem Sohn, der um 1430 in und um Prato aktiv war.Raneiri Guasti: Calendario pratese del 1650, Memorie e Studi, S. 105. Dort gehörte er zu einer Gruppe von Malern, beginnend mit Bernardo Daddi, Giovanni da Milano und späterer lokaler Künstler, die unter anderem Kommissionen von Francesco di Marco Datini erhielten und zur Frührenaissance im gotischen Stil malten. Ihre Werke sind unter anderem im Stadtmuseum sowie in San Domenico, dem Museum für Wandmalerei, in Prato vertreten.V. Ascani: Prato. In: Enciclopedia dell' Arte Medievale, 1998, online via Treccani.it.
Zu den Pietro di Miniato zugeschriebenen Werken gehört ein Freskofragment mit dem Martyrium des Heiligen Sebastian in der Kirche Sant’Ambrogio in Florenz von etwa 1390/1395, dann im Stadtmuseum Prato ein Polyptychon mit doppelter Predella, was äußerst selten ist.Giovanna Damiani: DADDI, Bernardo. In: Dizionario Biografico degli Italiani. Volume 31, 1985, o. S. online via Treccani.it. Fresken in der Kirche San Niccolò in Prato und in der Stefans-Kapelle des Doms von Prato zeigen die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind, flankiert von Heiligen. auf der Webseite Piccoli, Grandi Musei der Ente Cassa di Risparma di Firenze. Zudem wird ihm heute eine Verkündigung in der Florentiner Santa Maria Novella zugeschrieben, die lange ohne Autor geblieben war.
Im US-amerikanischen Saint Louis Art Museum befindet sich ein gemaltes Kruzifix in der Sammlung, dass Pietro zugeschrieben wird. Es wurde im Auftrag eines toskanischen Klarissenordens angefertigt und in den Zeitraum von 1400–1420 datiert. Dem franziskanischen Ethos entsprechend, ist am Fuß des Kreuzes eine betende Nonne abgebildet, an den Armenden die Jungfrau und Johannes der Täufer. Oben unterstreicht das Opferthema die Darstellung eines Pelikans, von dem man glaubte, er ernähre seine Nachkommen mit dem eigenen Blut.Kruzifix (Objekt-Nr. 107-1932; 33594) im Onlinekatalog des Saint Louis Art Museum. Das Philadelphia Museum of Art hat in ihrer Sammlung auch eine kleine Tafel mit einer Kreuzigung, die es Pietro di Miniato zugesprochen hat.Kreuzigung mit der trauernden Jungfrau und dem Evangelisten Johannes (Inv.-Nr. 1950-134-532), um 1420, im Onlinekatalog des Philadelphia Museum of Art.
Quellen
Weblinks
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