mini|René Bonnet mini|René Bonnet Djet 1963 beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring René Jules Bonnet (* 27. Dezember 1904 in Vaumas; † 13. Januar 1983 in Épernay) war ein französischer Automobilrennfahrer und Fahrzeugkonstrukteur.

Rennfahrer und Unternehmer

Seit Anfang der 1950er-Jahre hatten sich René Bonnet und sein Partner Charles Deutsch mit den DB-(Deutsch-Bonnet)-Sportwagen einen Namen gemacht, die ein hubraumschwacher Zweizylinder-Boxermotor von Panhard mit 850 cm³ Hubraum antrieb. Zum Teil wurden diese Wagen in Serie gefertigt (z. B. DB Coach Standard/Luxe/Super Rallye), andere blieben nur Einzelstücke. Im Jahre 1961 kam es aber zu Unstimmigkeiten zwischen Bonnet und Deutsch. Deutsch verließ das Unternehmen und Bonnet führte es unter dem Namen Automobiles René Bonnet weiter.

Bonnet begann nun mit der Planung eines neuen Prototyps, der mit Renault-Technik bestückt wurde. Dieser Prototyp mit Vierzylinder-Reihenmotor mit 996 cm³ Hubraum kam 1962 in Le Mans zum Einsatz und eine davon abgeleitete Straßenversion, der Djet, wurde ebenfalls entwickelt. Dieser Sportwagen hatte als Besonderheit einen Mittelmotor, im Gegensatz zu den frontangetriebenen Modellen Missile und Le Mans.

Außerdem baute Bonnet ein Rohrrahmenchassis für einen Formel-3-Wagen. Die Zusammenarbeit mit Renault wurde erweitert.

Die Karosserien der Fahrzeuge bestanden aus Fiberglas und das kleine Unternehmen konnte die vielen Entwicklungs- und Fertigungsprogramme nicht mehr im eigenen Hause bewältigen. Bonnet gab die Herstellung der Karosserieelemente an die GAP (Générale d’Application Plastiques) in Romorantin (ca. 200 km südlich von Paris) ab. Diesen Handel ermöglichte Marcel Chassagny, Präsident und Generaldirektor von Matra.

Nachdem René Bonnet Anfang 1964 in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, übernahm GAP (eine einhundertprozentige Tochter von Matra) sein Unternehmen. Zuerst firmierte das neue Unternehmen als Societe Matra-Bonnet und ab Oktober nur noch als S.A. Matra-Sport.

Statistik

Le-Mans-Ergebnisse Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1949 René Bonnet DB Charles Deutsch Ausfall Motorschaden 1950 Automobiles Deutsch et Bonnet DB Tank Élie Bayol Rang 23 1951 Automobiles Deutsch et Bonnet DB Tank Élie Bayol Rang 21 1952 Automobiles Deutsch et Bonnet DB Tank Élie Bayol Ausfall Kraftübertragung 1953 Automobiles Deutsch et Bonnet DB HBR André Moynet Rang 17 1954 Automobiles Deutsch et Bonnet DB HBR Élie Bayol Rang 10 und Klassensieg 1955 Ecurie Jeudy-Bonnet DB HBR Claude Storez Ausfall Zündungsschaden

Sebring-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1952 Deutsch-Bonnet Deutsch-Bonnet Wade Morehouse Steve Lansing Rang 7 und Klassensieg 1953 Hobart Cook DB HBR Wade Morehouse Rang 11 und Klassensieg

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 1953 Hobart CookDeutsch & Bonnet DB HBR 11 17 1954 Deutsch & Bonnet DB HBR 10 DNF 1955 Ecurie Jeudy-Bonnet DB HBR DNF

Weblinks

Internetseite von dbrb (französisch) René Bonnet bei 24-h-en-piste (französisch)

Kategorie:Rennfahrer (Frankreich) Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1983 Kategorie:Mann Kategorie:Sportwagen-WM-Rennfahrer Kategorie:Rennfahrer des 12-Stunden-Rennens von Sebring