Peter Johannes Wild (* 1973)Uni Zürich mit neuen Medizinprofessoren. In: medinside.ch. 1. März 2016. Abgerufen am 10. April 2026. ist ein deutscher Pathologe und Hochschullehrer. Er ist seit 2018 Direktor des Dr. Senckenbergischen Instituts für Pathologie am Universitätsklinikum Frankfurt.
Leben und Wirken Wild studierte Medizin an der Universität Regensburg. Seine Facharztausbildung für Pathologie absolvierte er in Regensburg, am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie in Zürich. Parallel dazu schloss er einen Postgraduierten-Studiengang in medizinischer Biometrie an der Universität Heidelberg ab. Bis 2010 war er als Postdoctoral Research Fellow am Institut für Zellbiologie der ETH Zürich bei Wilhelm Krek tätig, wo er zu den molekularen Mechanismen der Entstehung von Prostatakrebs forschte.
Nach seiner Habilitation im Fach Pathologie im Jahr 2010 arbeitete Wild zunächst als Oberarzt am Institut für Pathologie und Molekularpathologie des Universitätsspitals Zürich. Seine klinischen Schwerpunkte lagen in der Molekular-, Uro- und Nephropathologie. 2012 wurde er dort zum Assistant Professor (Tenure Track) für Systems Pathology ernannt, 2016 folgte die Ernennung zum Extraordinarius und Associate Professor. In dieser Zeit leitete er das „High-Throughput Genomics and Proteomics Laboratory“.
Nachdem er einen Ruf an die Charité in Berlin abgelehnt hatte, nahm er im Dezember 2017 den Ruf an die Goethe-Universität Frankfurt an. Seit April 2018 ist Wild Direktor des Dr. Senckenbergischen Instituts für Pathologie (SIP) am Universitätsklinikum Frankfurt, das er zu einem digitalen Institut für Pathologie ausbaute. Seit 2019 ist er zudem als Facharzt am WILDLAB mit Fokus auf Uro- und Molekularpathologie tätig. Im September 2020 wurde er zum Senior Fellow des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) ernannt. Im Verlauf seiner Leitung des Dr. Senckenbergischen Instituts für Pathologie (SIP) konnte dieses am 1. Oktober 2024 um eine angeschlossene Humangenetik unter Leitung von Birgit Zirn zum Dr. Senckenbergischen Instituts für Pathologie und Humangenetik (SPH) erweitert werden.
Forschung und Auszeichnungen Wild veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel im Bereich der Krebsforschung. Für seine Arbeiten wurde er 2013 mit dem Rudolf-Virchow-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pathologie ausgezeichnet.
Einzelnachweise
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