miniatur|Außenansicht 2017 miniatur|Blick aus dem Kirchenschiff zum Hauptaltar Our Lady of the Rosary and St Dominic ist eine römisch-katholische Kirche in Kentish Town in London. Die Gemeinde im nordwestlichen London umfasst die Gebiete Gospel Oak, South End Green, Chalk Farm, Belsize Park und einen Teil von Primrose Hill. Die Kirche hat seit 1974 den Status eines Gebäudes von speziellem architektonischem oder historischem Interesse und wird auf den entsprechenden Listen als Grade-II*-Bauwerk geführt.Roman Catholic Priory Church of St Dominic, auf historicengland.org.uk, abgerufen am 30. März 2026

Geschichte In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren Selbstbewusstsein und Einfluss der katholischen Immigranten in London so weit gestiegen, dass Kardinal Nicholas Wiseman 1861 den Dominikanern die Mission in Kentish Town übertrug. Lebten die Mönche zunächst an der Adresse 20 Fortess Terrace, so wurde bald ein größeres Grundstück erworben. Die Gegend war damals als Haverstock Hill bekannt. Auf dem Gelände entlang der Southampton Road sollten ein Kloster und eine Kirche errichtet werden. Der Grundstein wurde am 6. August 1863 gelegt. Im Herbst 1867 konnten die Dominikanermönche ihre neue Bleibe beziehen. Eine provisorische Kirche war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls errichtet. Sie befand sich an der Stelle, an der heute die Blackfriars Hall steht.

Die Kirche aber, die heute den Namen Our Lady of the Rosary and St Dominic trägt, wurde 1883 fertiggestellt. Ihre Gestaltung ging auf die Idee Thomas Walmesleys aus Tunbridge Wells zurück, irgendwo in England eine Kirche zu Ehren von „Our Lady of Lourdes“ zu errichten. Der Wallfahrtsbetrieb in Lourdes war vor nicht allzu langer Zeit erst aufgenommen worden, sodass auch eine Kirche unter dem Patronat der „Lady of Lourdes“ eine Neuheit dargestellt hätte.

Die Dominikaner, an die Walmesley 1873 mit seiner Idee herantrat, stimmten zu, und da das Rosenkranzgebet in dem französischen Wallfahrtsort Lourdes eine tragende Rolle spielt, wählte man den Namen „Our Lady of the Rosary“ und entschied sich für einen Kirchengrundriss, der dieser Namensgebung Rechnung trug. Vierzehn Seitenkapellen sollten je einem der Mysterien des Rosenkranzes gewidmet sein, eine fünfzehnte der Krönung Mariens als Königin des Himmels, was zugleich als Motiv des Buntglasfensters oberhalb des Hochaltars gewählt wurde. In einer Seitenkapelle wollte man einen Nachbau der Grotte von Lourdes in Originalgröße unterbringen. Walmesley hoffte, dass auf diese Weise eine Wallfahrtsstätte geschaffen würde, die sogar Walsingham in den Schatten stellen würde.

Der erste Architekt, der mit dem Bau der Kirche beauftragt wurde, war Gilbert Blount. Er starb jedoch im Jahr 1876, als das Bauwerk noch längst nicht vollendet war. Sein Nachfolger, der Konvertit Charles Alban Buckler (1825–1905), änderte Blounts Baupläne und fügte Elemente hinzu, die er von anderen Dominikanerkirchen her kannte. Im Jahr 1883 wurde die Kirche eingeweiht. Prior der Mönchsgemeinschaft war damals einer der Brüder Bucklers, Albert Buckler. Um die Baukosten von etwa 40.000 Pfund bestreiten zu können, hatte Charles Alban Buckler selbst die Kosten einer der Kapellen übernommen.

Bei der Einweihung der neuen Kirche fehlte allerdings die nachgebaute Lourdesgrotte, die Walmesley sich gewünscht hatte. Dennoch wurde die neue Kirche für einige Zeit zu einer beliebten Wallfahrtsstätte, und im Jahr 1912 spendete die Familie Belton, die einst schon eine der Kapellen finanziert hatte, weitere 300 Pfund. Mit diesem Geld wurde ein Schrein für die „Lady of Lourdes“ finanziert, der in der Kreuzigungskapelle untergebracht wurde, die die Beltons beim Bau der Kirche gestiftet hatten. Der Künstler Nathaniel Hubert John Westlake sorgte dafür, dass immerhin eine verkleinerte Nachbildung der Grotte von Lourdes in dieser Kapelle untergebracht wurde. Sie wurde 1914 fertiggestellt und im Jahr 2002 restauriert.

Im Jahr 2016 feierte der Orden der Dominikaner sein 800-jähriges Bestehen. Kardinal Vincent Nichols kündigte damals an, er werde der Kirche den Status eines „diocesan shrine“ verleihen, verbunden mit der Aufgabe, den Brauch des Rosenkranzgebets zu erhalten und weiterzugeben.Our history auf rosaryshrine.co.uk, abgerufen am 30. März 2026

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