Das Wolterstorff-Gymnasium Ballenstedt ist ein öffentliches Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises Harz mit Sitz in Ballenstedt. Es ist benannt nach Otto Woltersdorff.

Geschichte Vorgängerschulen Die erste Prinzenschule wurde durch Karl Heinrich Wilhelm Brinckmeier am 1. Juli 1850 auf Wunsch des Fürsten von Wittgenstein gegründet. Als Brinckmeiersche Lehranstalt wurden das Holsteiner Haus und der Hirschteich integriert. Zum 2. Dezember 1876 wurde ein Mittelbau mit Aula neu eröffnet werden. Brinckmeier starb 1891 und so kauften im Sommer 1892 der spätere Namensgeber Otto Woltersdorff und sein Bruder Hermann Schulgrundstücke der Brinkmeier'schen Erben zu Ballenstedt. Die Wolterstorffsche Lehranstalt, eine private Lehranstalt in Osterburg siedelte zum 12. Oktober 1892 nach Ballenstedt um. Staatlich anerkannt wurde 1893 die progymnasiale, 1897 die reale Seite des Institutes. 1893 wurde die Militärberechtigung erteilt. Nach dem Tode von Hermann Wolterstorff 1900 wurde die Schule in Wolterstorffsches Pädagogium umbenannt und als höhere Knabenschule mit Alumnat weiter geführt. Sechs Jahre später starb auch Otto Wolterstorff und die Stadt Ballenstedt übernahm die Schule am 1. Juli 1907 in eigene Trägerschaft. Bereits im Folgejahr wurde das Progymnasium zum Gymnasium erweitert, die Realschule blieb bestehen. Die Bezeichnung Städtisches Wolterstorff-Gymnasium mit Realschule und Alumnat wurde offiziell vergeben. 1934 wurde nach zurückgehenden Schülerzahlen die Schule zur Nationalpolitischen Bildungsanstalt Ballenstedt umfunktioniert und in Heimschule und Tagesschule getrennt. Die Tagesschule wurde im Folgejahr zum Staatlichen Realgymnasium bzw. 1937 zur Markgraf-Albrecht-Schule. Der Schulbetrieb nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte 1945 als Karl-Liebknecht-Oberschule als Einheitsschule mit Oberschule. 1973 wurde der Schulbetrieb wegen schwerer baulicher Mängel eingestellt.

Heutiges Gymnasium Nach der politische Wende wurde im September 1991 das Schulgebäude in der Allee als Gymnasium eröffnet. Aufgrund der Raumknappheit war die Schule teilweise auf mehrere angemietete Räumlichkeiten verteilt, bevor 1993 das zweite Gebäude in der Bebelstraße bezogen werden konnte. Zum 15. Mai 1993 wurde der Name Wolterstorff-Gymnasium offiziell verliehen. Im Jahr 1999 wurde durch Unterstützung einer Spende des Vereins ehemaliger Wolterstorffer und des neuen Fördervereines ein Grundstück für eine eigene Turnhalle gekauft und am 22. November 2001 eingeweiht.

Im Schuljahr 2025/26 hat das Gymnasium eine Ausnahmegenehmigung zum Weiterbetrieb, da es die erforderlichen Mindestschülerzahlen gemäß Schulentwicklungsplanung des Landes Sachsen-Anhalt unterschreitet. Daher muss die gymnasiale Oberstufe in Kooperation mit dem GutsMuths-Gymnasium Quedlinburg gestaltet werden.

Schülerzahlen + Vorgängerschulen Jahr Schülerzahl Anmerkungen 1892 90 1934 155 1950/51 220 1951/52 250 1952/53 301 1953/54 344 1954/55 361 1955/56 410 1956/57 374 1957/58 351 1958/59 247 1959/60 215 1960/61 216

+ Gymnasium seit 1991 Jahr Schülerzahl Anmerkungen 1991/92 360 1996/97 533 1997/98 460 2012/13 461 https://kreis-hz.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZSyMZ-ato6lMNzkQ8uk7NnJKDzA9224wEWah0EL5MXdl/Schulentwicklungsplanung_des_Landkreises_Harz_fuer_die_Schuljahre_2014-15_bis_2018-19_und_Planungsabsichten_fuer_die_Schuljahre_2019-2020_bis_2023-24.pdf 2013/14 503 2018/19 515 https://kreis-hz.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZXU4E_pOHITq4ahGj3obGhw5H-xzZ0Krdj3vr4rF2svk/1._Hochrechnung_der_Gymnasien.pdf Kreistagsinformationssystem, III.WP-122/2020, Juni 2022 2019/20 486 2025/26 467

Leiter / Schulleiter (Quelle: )

Otto Wolterstroff (1900–1906) OL Dr. Peper, internistische Leitung (1907) Adolf Brinck (1907–1930) Max Pahnke, Amtsleiter, später Oberstudiendirektor (1930–1934) Kurt Meißner, Studienrat (1945–1946) Walther Hahn, Studienrat (1946–1950) Rudolf Müller (1950–1960) Heinz Bollmann (1960–1961) Wilfried Reimann (1991– ?) Christa Weber (? – 2020) Hagen T. Meyer (seit 2020)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1991 Kategorie:Organisation (Ballenstedt) Kategorie:Gymnasium in Sachsen-Anhalt Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1991 Kategorie:Bauwerk in Ballenstedt Kategorie:Schule im Landkreis Harz