mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Großohr-Wüstenspitzmaus Die Großohr-Wüstenspitzmaus (Notiosorex evotis) ist ein im westlichen Mexiko endemisches Säugetier in der Gattung der Grauen Wüstenspitzmäuse. Die Population galt zeitweilig als Synonym der Crawford-Wüstenspitzmaus (Notiosorex crawfordi). Das Typusexemplar stammt aus dem Umfeld der Stadt Mazatlán.
Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 54 bis 73 mm, einer Schwanzlänge von 23 bis 32 mm und einem Gewicht von 5 bis etwas über 6 g ist die Art das größte Gattungsmitglied. Es sind 11 bis 13 mm lange Hinterfüße und Ohren von 7 bis 9 mm Länge vorhanden. Typisch sind helles graubraunes Fell auf der Oberseite und eine hellgraue bis weiße Unterseite. Weitere Merkmale sind breite Füße mit kurzen Krallen und ein einheitlich hellgrauer Schwanz, der kurze Haare trägt. Die für die Gattung großen Ohren sind an der Vorderseite fleischfarben und nach hinten graubraun. Für eine Spitzmaus erscheinen die Augen groß, obwohl sie immer noch klein sind. Mit drei Zitzen im Leistenbereich haben Weibchen einen unrunden Wert, was ungewöhnlich für Säugetiere ist. Ein bestimmter Bereich des Jochbogens, die zygomatic plate, ist im Verhältnis zum ganzen Schädel länger und breiter als bei anderen Gattungsmitgliedern. Dieses Tier hat weißes Zahnschmelz. Neben den oberen Schneidezähnen liegen je drei einspitzige Zähne.
Verbreitung und Lebensweise Diese Spitzmaus bewohnt die Küstenebenen und das Hügelland in den Bundesstaaten Jalisco, Michoacán, Nayarit und Sinaloa. Zwischen den Gebirgen Sierra Madre Occidental und Sierra Madre del Sur erreicht sie Gebiete weiter landeinwärts. Die Art kommt bis 550 Meter Höhe vor. Als Habitat dienen dornige und andere Buschflächen, Grasländer, Halbwüsten mit Kakteen und Landschaften mit Bäumen und Sträuchern von zwei Gattungen der Hülsenfrüchtler (Neltuma und Strombocarpa), die in ihrer Form der Gattung Prosopis ähneln. Die Spitzmaus sucht dort Schutz an kühleren und geschützten Orten, wie Steinen oder heruntergefallenen Ästen.
Im Juli 1962 wurde ein trächtiges Weibchen mit fünf Embryos registriert. Zur Nahrungswahl, zu den Aktivitätszeiten und zur Reviergröße gibt es keine Informationen.
Gefährdung Regional kann sich die Umwandlung der Trockengebiete in Ackerland negativ auswirken. Die Großohr-Wüstenspitzmaus hat eine weite Verbreitung und die Gesamtpopulation nimmt, wenn überhaupt, nur geringfügig ab. Im westlichen Mexiko wurden verschiedene Schutzgebiete eingerichtet. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Spitzmäuse Kategorie:Endemisches Säugetier Mexikos