Hans Friedrich Eduard Raeder (* 4. Januar 1849 in Berlin; † 20. April 1932 in Grünberg) war ein deutscher Pädagoge.

Leben Raeder absolvierte eine Pädagogenausbildung und arbeitete langjährig im Schuldienst. Er war Oberlehrer (Studienrat) und war unter anderem als Professor in Wandsbek tätig. 1886 promovierte er in Kiel zum Thema „Die Tropen und Figuren bei R. Garnier, ihrem Inhalt nach untersucht und in den römischen Tragödien mit der lateinischen Vorlage verglichen“. Von 1889 bis zu seiner Pensionierung 1915 war er Direktor des Realgymnasiums in Grünberg in Schlesien. Raeder verfasste etliche philologische Fachbücher. Im Mai 1936 wurde die Direktor-Raeder-Straße in Grünberg nach ihm benannt.

Privates Er war verheiratet mit Gertraudt Wilhelmine Margaretha geb. Hartmann. Der älteste Sohn war Erich Raeder, später Großadmiral, der im Nürnberger Prozess verurteilt wurde. Der jüngste Sohn Hans und der zweite Sohn Albert waren 1914 im Ersten Weltkrieg gefallen.Zum Tode des Geheimrats Dr. Raeder. Grünberger Wochenblatt, 21. April 1932, abgerufen am 4. April 2026 (Digitalisat, Nachruf).

Veröffentlichungen In what respect may Macaulay be contrasted with his predecessors?, 18 S., Wriezen 1875. Logische Prüfung der im ersten Buche von Baruch Spinozas Ethik enthaltenen Definitionen, 7 S., Puvogel, Wandsbek 1880. Die Tropen und Figuren bei R. Garnier, ihrem Inhalt nach untersucht und in den römischen Tragödien mit der lateinischen Vorlage verglichen. (Diss. Univ. Kiel), Puvogel, Wandsbek 1886. Über die behauptete Identität der Metaphern und Gleichnisse in Bacon's und Shakespeare's Werken. Ein Beitrag zur Bacon-Shakespeare-Frage, 26 S., Levysohn, Grünberg in Schlesien 1891. Zur Geschichte der höheren Schule in Grünberg in Schlesien, 81 S., Levysohn, Grünberg in Schlesien 1891.

Auszeichnungen (Auswahl) 1903: Roter Adlerorden IV. Klasse 1913: Königlicher Kronen-Orden III. Klasse 1915: Geheimer Studienrat

Weblinks Eintrag in Baltische Ahnen- und Stammtafeln. Zum Tode des Geheimrats Dr. Raeder. Nachruf im Grünberger Wochenblatt, 21. April 1932.

Einzelnachweise

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