Leben und Überleben (internationaler Titel: To Live and Survive) ist ein österreichischer Dokumentarfilm von Matthias Jaklitsch aus dem Jahr 2025. Der Film porträtiert den Wiener Holocaustüberlebenden Erich Finsches und begleitet ihn bei Reisen, Gedenkveranstaltungen und Begegnungen mit jungen Menschen. Im Zentrum stehen sowohl Finsches’ Verfolgungsgeschichte während der Zeit des Nationalsozialismus als auch sein Leben im Wien der Nachkriegszeit.
Inhalt Der Dokumentarfilm widmet sich Erich Richard Finsches, einem Wiener Zeitzeugen und Holocaustüberlebenden. Er zeichnet dessen Jugend unter der nationalsozialistischen Verfolgung nach und thematisiert zugleich, wie sich Finsches nach dem Krieg als junger Mann ohne Eltern in Wien eine neue Existenz aufbaute. Darüber hinaus konzentriert sich der Film auf seinen Charakter, seine humorvolle und streitbare Art sowie auf sein anhaltendes Engagement für Erinnerungsarbeit und Aufklärung.
Form und Entstehung Leben und Überleben basiert auf Material, das Regisseur Matthias Jaklitsch über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren gesammelt hat. Der Film versteht sich nicht als klassischer Zeitzeugenfilm, sondern auch als Dokumentation der Beziehung zwischen Regisseur und Protagonist.
Der Film wurde von monochrom produziert. Das Projekt wurde 2023 vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus als Dokumentarfilm im Schwerpunkt Gedenken / Erinnern gefördert.
Veröffentlichung Die Uraufführung fand am 26. November 2025 beim Black Forest Film Festival statt. Die Österreichpremiere erfolgte am 4. Dezember 2025 beim Festival This Human World in Wien, wo der Film in der Reihe Austrian Personalities gezeigt wurde. Der Film wurde im April 2026 in Anwesenheit von Erich Finsches beim Jüdischen Filmfestival Wien gezeigt.
Für 2026 wurden weitere Vorführungen angekündigt, z. B. beim Buenos Aires International Film Festival.
Rezeption In einer Besprechung für Film Threat wurde der Film als eindringliches Porträt der Holocaust-Erfahrung von Erich Finsches beschrieben; die Rezension vergab 9,5 von 10 Punkten. Richard Propes hob in The Independent Critic insbesondere die intime Beziehung zwischen dem Filmemacher und seinem Protagonisten hervor und bewertete den Film mit 3,5 von 4 Sternen. Evan Dossey betonte im Midwest Film Journal die politische Gegenwärtigkeit von Finsches’ Warnungen vor Rechtsextremismus und Antisemitismus.
Weblinks Offizielle Website der Produktionsfirma monochrom
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Holocaust-Film Kategorie:Monochrom (Gruppe)