Bielica () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski. mini|Behlenhof, Nebengut von Schloss Schlobitten
Geographische Lage Bielica liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zehn Kilometer östlich der Stadt Pasłęk bzw. 24 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.
Geschichte Ortsgeschichte Das einstige Behlenhof bestand aus einem großen Gut und einer Försterei.Dietrich Lange: Behlenhof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Zum Gut gehörte ein weitläufiger Park.
Im Jahre 1785 wurde Behlenhof als königliches Vorwerk und Dorf bezeichnet – mit dem Sitz des Domänenamtes Behlenhof sowie einer königlichen Erbpachtmühle und 22 Feuerstellen.GenWiki: Behlenhof (Landkreis Preußisch Holland) Im Jahre 1820 galt es als Erbpacht-Vorwerk mit 18 Feuerstellen bei 152 Einwohnern.
Ab 1845 gehörte das Herrenhaus Behlenhof zum Besitz Schlobitten.Informationszentrum Ostpreußen: Geschichte von Słobity – Schlobitten Es war von Carl zu Dohna-Schlodien (1814–1890) erworben worden. Sein Sohn Achatius zu Dohna (1859–1933) verkaufte das Anwesen 1905 an Richard Emil Fürst zu Dohna Schlobitten (1843–1916).
Behlenhof wurde am 28. Mai 1874 Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.Rolf Jehke: Amtsbezirk Behlenhof Er bestand bis 1945.
196 Einwohner zählte Behlenhof im Jahre 1910. Am 30. September 1928 vergrößerte sich das Dorf, als sich der Gutsbezirk Behlenhof mit dem Gutsbezirk Teschenwalde zusammenschloss.
Die Zahl der Einwohner Behlenhofs belief sich im Jahre 1933 auf 156, und im Jahre 1939 auf 151.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Behlenhof erhielt die polnische Namensform „Bielica“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 lebten in Bielica 162 Menschen.
Eine Oberländisches Vorlaubenhaus aus Behlenhof befindet sich heute im Freilichtmuseum Skansen (Muzeum Budowictwa Ludoweg) in Olsztynek (Hohenstein).
Amtsbezirk Behlenhof (1874–1945) Zu dem am 28. Mai 1874 errichteten Amtsbezirk Behlenhof gehörten: Deutscher Name Polnischer Name Anmerkungen Behlenhof Bielica Hermsdorf Osiek Liebenau Miłosna Teschenwalde Cieszyniec 1928 zu Behlenhof ab 1881:Bordehnen Burdajny bis 1881 Amtsbezirk Schmauch
Religion Vor 1945 war Behlenhof in die evangelische Kirche Hermsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Josef in der Stadt Preußisch Holland eingepfarrt.
Heute gehört Bielica katholischerseits zu Osiek im Dekanat Pasłęk I des Bistums Elbląg, evangelischerseits zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Bielica liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 513, die die Städte Elbląg, Pasłęk, Orneta und Lidzbark Warmiński miteinander verbindet und bis nach Wozławki führt. Innerhalb des Dorfes Bielica wird die Woiwodschaftsstraße von einer Nebenstraße gekreuzt, die von Miłosna über Stary Cieszyn bis nach Nowy Cieszyn bzw. Sałkowice verläuft.
Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Persönlichkeiten Mit dem Ort verbunden Richard Emil Fürst zu Dohna-Schlobitten (1872–1918), deutscher Majoratsherr, Parlamentarier, war Herr auf Behlenhof und wählte es als Alterssitz Alexander Fürst zu Dohna-Schlobitten (1899–1997), deutscher Gutsbesitzer, Offizier, verbrachte Kinderjahre auf Behlenhof
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Behlenhof
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Godkowo