Das Pfälzisch-Badische Volksblatt war die erste sozialdemokratische Zeitung, die in Mannheim veröffentlicht wurde. Sie erschien von 1877 bis 1878.
Geschichte Das Pfälzisch-Badische Volksblatt war die erste sozialdemokratische Zeitung in Mannheim. Eine Probenummer erschien im September 1877, bevor das Blatt ab dem 6. Oktober 1877 regelmäßig einmal wöchentlich, jeweils samstags, herausgegeben wurde. Gedruckt wurde die Zeitung zunächst in der Druckerei von Fr. Mutterer in H 5, 2 (später R 1, 9); Redaktion und Expedition befanden sich in J 5, 16.
Redakteur war August Dreesbach, einer der führenden Vertreter der Mannheimer Sozialdemokratie, der 1874 als Agitator des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins von Stuttgart nach Mannheim gekommen war. Zu seinen ständigen Mitarbeitern gehörten Franz Schreiber und Moses Oppenheimer. Dreesbach fungierte zugleich als einziger Redakteur und Verlagsleiter des Blattes.
Zur wirtschaftlichen Absicherung der Zeitung wurde im September 1877 der Pfälzisch-Badische Preßverein gegründet, dessen Vorsitz Moses Oppenheimer übernahm.
Am 29. Oktober 1878 veröffentlichte der Staatsanzeiger eine Bekanntmachung, wonach die Ausgabe Nr. 43 des Pfälzisch-Badischen Volksblatts vom 21. Oktober 1878 gemäß § 11 des „Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ verboten und das weitere Erscheinen untersagt wurde. Gleichzeitig erfolgte die Auflösung des Preßvereins.
Weblinks Sämtliche Ausgaben der Zeitung kostenlos abrufbar bei MARCHIVUM Druckschriften digital: Pfälzisch-Badisches Volksblatt
Literatur Udo Leuschner: Zeitungs-Geschichte: Die Entwicklung einer Tageszeitung über zwei Jahrhunderte: vom "Intelligenzblatt" zum Kabelfernsehprojekt am Beispiel Mannheims. Die Arbeitswelt GmbH. Berlin 1981, ISBN 3-88114-225-8
Kategorie:Deutschsprachige Wochenzeitung Kategorie:Medien (Mannheim) Kategorie:Ersterscheinen 1877 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1878 Kategorie:Zeitung (Baden-Württemberg, Erscheinen eingestellt)