mini|Ingvald Eisteinsen im Jahr 1900 Ingvald Eisteinsen (* 25. September 1843 in Kåfjord, Finnmark, Königreich Norwegen; † 27. Juni 1901 in St. Paul, Minnesota) war ein norwegisch-amerikanischer Pfarrer und Hochschullehrer. Er war von 1879 bis 1881 der erste Hochschulpräsident des Red Wing Seminary.
Biographie Eisteinsen erhielt Privatunterricht bei Andreas Grimelund, dem Bischof von Trondheim und besuchte im Anschluss die Normalschule in Klæbu. 1872 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus und betätigte sich dort als Laienprediger. Zwei Jahre später wurde er durch Elling Eielsen als Pfarrer der Hauge-Synode ordiniert und trat eine Pfarrstelle in Roland im Bundesstaat Iowa an. Die Hauge-Synode plante zu dieser Zeit die Gründung eines theologischen Seminars, für das sie den norwegischen Theologen August Weenaas als Leiter gewinnen wollte. Weil dieser jedoch ablehnte, erklärte sich Eisteinsen bereit, die Leitung des Red Wing Seminary und die theologische Professur zu übernehmen. Obwohl die Synode Eisteinsen dauerhaft auf diesen Posten berufen wollte, lehnte dieser ab, länger als bis 1881 in diesem Amt zu verbleiben. Im Auftrag der Synode reiste er mit Pfarrer R.O. Hill nach Norwegen, wo es ihm letztlich doch gelang, Weenaas für die Position zu gewinnen. Da dieser aber erst 1882 nach Amerika kommen konnte, füllte der Missionar Johannes Kyllingstad die Stelle kommissarisch aus.
Eisteinsen blieb auch während seiner Tätigkeit in Red Wing Pfarrer seiner Gemeinde in Roland. Erst 1884 wechselte er an die Pfarrstelle der St. Paul Lutheran Church in Minneapolis, wo er bis 1894 blieb. Von 1888 gehörte er für die Hauge-Synode dem Unionskomitee an, das die Gründung der Vereinigten Norwegischen Lutherischen Kirche vorbereitete. Obwohl Eisteinsen diesem Ansinnen wohlgesonnen war, lehnte die Synode die Union letztlich jedoch ab. Bis 1897 war er Pfarrer der Trinity Norwegian Lutheran Church in Chicago und anschließend bis 1900 Pfarrer im kalifornischen Orland. Zum Jahrhundertwechsel nahm er eine Pfarrstelle an einer Gemeinde der Vereinigten Kirche in Gary an. Bereits im nächsten Jahr verstarb er jedoch an einer Nephritis. Er wurde in Minneapolis begraben.
Noch in Norwegen hatte er 1869 Margit Olsen Stokke geheiratet, mit der er zwei Töchter hatte. Seine Tochter Inga Elizabeth heiratete 1892 Edward William Schmidt, den letzten Präsidenten des Red Wing Seminary. Frederick Ingvald Schmidt, der verschiedene Leitungspositionen in der ELC innehatte, war sein Enkel.
Schriften Eisteinsen publizierte gemeinsam mit Christopher Brohaugh eine Biographie von Elling Eielsen, dem ersten norwegischen Geistlichen in Amerika.
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Einzelnachweise
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