miniatur|Neues Frankfurter Tor, um 1820 Frankfurter Tor war der Name zweier Stadttore in Berlin von 1716 bis 1867.

Altes Frankfurter Tor miniatur|Berlin 1863 (das alte Frankfurter Tor lag direkt zwischen dem hellen und dem dunklen Teil in der Mitte) 1716 wurde eine erste hölzerne Palisadenmauer um die Stralauer Vorstadt und die anderen östlichen Vorstädte von Berlin gezogen.Friedrich Nicolai, Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam, 1779, S. 49, datierte die Errichtung der Palisadenmauer auf 1716 (war allerdings irrtümlicherweise der Ansicht, damals sei bereits das spätere Frankfurter Tor errichtet worden, das zu seiner Zeit bestand) Dabei wurde auch das Frankfurter Tor an der Frankfurter Straße direkt hinter dem alten Hochgericht errichtet, um den Verkehr zu kontrollieren und Zolleinnahmen zu erhalten.Dusableau-Plan von 1737 (hier oben rechts), mit Frankfurter Thor (umgedreht) 1718 war dieses erstmals in einer Karte mit zwei kleinen hölzernen Wachhäuschen eingezeichnet.Stefan Hirtz, Grenzen und Stadttore von Berlin, 2000, S. 28f., erstmals in Le vériteble plan de la ville Berlin von 1718 (zu diesem Plan Günter Schulz, Die Stadtpläne von Berlin, 1998, S. 105 ), in einer vorherigen Handzeichnung von 1712 noch nicht

Um 1735 wurde die Zoll- und Akzisemauer an der Frankfurter Straße etwa 350 Meter nach Osten verschoben und das alte Frankfurter Tor verlor seine Bedeutung. Es befand sich an der Frankfurter Straße (jetzt Karl-Marx-Allee) hinter der Kreuzung mit der Weberstraße und der Krautstraße, wo jetzt der Strausberger Platz ist.

Neues Frankfurter Tor miniatur|Berlin 1840, mit Frankfurter Thor Das neue Frankfurter Tor stand ab etwa 1735 an der Frankfurter Straße hinter der Kreuzung mit der Friedenstraße und der Memeler Straße (jetzt Marchlewskistraße).Walther-Plan von 1738 (unten links, direkt über dem Kasten mit der Karten-Bezeichnung, gesüdete Karte); auch Selter-Plan von 1846; auch Hirtz, 2000, S. 29 Es bestand aus zwei steinernen Pfosten und einem hohen Metalltor.Helmut Zschocke, Die Berliner Akzisemauer. Die vorletzte Mauer in Berlin, Berlin 2007, S. 127f.; mit einigen Informationen über das neue Frankfurter Tor (mit Ungenauigkeiten, wie falsche Entfernung zum alten Frankfurter Tor) Nach der Erweiterung der Stadt 1831 verlor es seine Bedeutung und wurde 1867 abgerissen. Es sind keine Bauteile erhalten.

Ab 1950 wurde etwa 300 Meter weiter östlich an der Straßenkreuzung mit der Warschauer Straße und der Petersburger Straße ein Bauensemble Frankfurter Tor errichtet, das auch zwei Wohntürme enthält.

Literatur Stefan Hirtz: Grenzen und Stadttore von Berlin. Dissertation. Berlin 2000. S. 28f. und öfter

Einzelnachweise

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