Die Banca Nazionale Toscana war ein Kreditinstitut des Großherzogtums Toskana und des Königreichs Italien.
Geschichte mini|Palazzo della Borsa in Florenz, Sitz der Banca Nazionale Toscana (zusammen mit der örtlichen Handelskammer und der Börse) von 1860 bis 1893 Im Großherzogtum gab es insgesamt sechs Notenbanken: die Banca di Firenze (1816), die Banca di Livorno (1836), die Banca di Siena (1841), die Banca di Arezzo (1846), die Banca di Pisa (1847) und die Banca di Lucca (1849).
Im Jahr 1857 fusionierten die Banca di Firenze und die Banca di Livorno. Im Jahr 1860 schlossen sich auch die anderen Notenbanken dem neuen Institut an, das den Namen Banca Nazionale Toscana erhielt.
Nach der Vereinigung Italiens im Jahr 1861 war die Banca Nazionale Toscana eine der sechs italienischen Banken mit dem Recht zur Geldausgabe. Ab 1874 gehörte sie dem Konsortium der Emissionsinstitute an.
Wie andere private Emissionsbanken war auch die Banca Nazionale Toscana an der Börse notiert. Konkret war sie von 1891 bis 1894 an der Mailänder Börse gelistet.
Mit dem Gesetz Nr. 449 von 1893 erfolgte ihre Fusion mit der Banca Nazionale del Regno d’Italia, der Banca Toscana di Credito per le Industrie e il Commercio d’Italia sowie der Liquidationsverwaltung der Banca Romana, um die heutige Banca d’Italia zu bilden.
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemaliges Kreditinstitut (Italien) Kategorie:Ehemalige Zentralbank Kategorie:Großherzogtum Toskana Kategorie:Unternehmensgründung 1860 Kategorie:Aufgelöst 1893