Alke Reeh (* 1962 in München) ist eine deutsche Objekt-, Installations- und Textilkünstlerin.
Leben und Werk Alke Reeh wurde in München geboren. Nach einem Studium der Metallgestaltung an der Fachhochschule Hildesheim (1981 bis 1984) wechselte sie an die Kunstakademie Düsseldorf (1984 bis 1990) und schloss das Studium als Meisterschülerin bei Klaus Rinke ab. Neben rein bildhauerischen Werken entstehen Fotografien und digitale Arbeiten.
2009 hielt sich Alke Reeh im Rahmen eines Stipendiums sechs Monate in Mumbai auf. Dort entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit der Malerin Shruti Mahajan. 2010 stellten sie erstmals gemeinsam im Fieldinstitut Museum Insel Hombroich aus. 2012 und 2013 folgten drei Ausstellungen Drehen und Wenden im Kunstverein Xanten, DreiGiebelHaus, Städtische Galerie Alte Post Neuss, Stadtmuseum Siegburg. Alke Reeh wurde mit mehreren Stipendien gefördert, unter anderem: Misk Foundation Riad, Saudi Arabien (2017), Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (2018), Stiftung Kunstfond (2020/21).
Die Werkgruppe Flächen und Stege besteht aus Reliefs, die oft das menschliche Maß übersteigen. Die Ornamente in Form von Waben, Kästchen, Dreiecken und Schrägen sind in sich stabil. Stege, die durch den Prozess des Nähens und Faltens entstanden sind, halten die Stoffskulpturen in Form. „In der Falte liegt ein wesentliches Potential für den Raum. Aus einem kompakt zusammengelegten Objekt entsteht bei dem Prozeß des Auseinanderfaltens ein in den Raum greifender Körper. Dieser umschließt Raum, trennt ihn in innen und außen, in davor und dahinter“, hat Alke Reeh 2016 in einem Statement für eine Ausstellung geschrieben.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1988: Unterwelt, 1989 Kunstverein Langenhagen, Langenhagen 2009: Skulpturen und Fotografien, Galerie Januar, Bochum 2012: déjà vu – Wege einer Form, Schloss Pillnitz, Dresden 2014: Linien – Alke Reeh und Shruti Mahajan, Kunstmuseum Bochum, Bochum 2015: SPAM Contemporary Düsseldorf (mit Eva Maria Kollischan) 2016: talking between objects, Gyan Museum, Jaipur, Indien 2017: Odysses Gallery, Mumbai, Indien (kuratiert von Arshiya Lokhandwala) 2019: drehen und wenden, Galerie der Stadt Backnang 2023: im Rauschen des Windes, Villa van Delden, Ahaus 2024: Von der Fläche zum Raum, Kunstverein Lüneburg
Gruppenausstellung 2016: Faster then Light, Yinchuan Biennale, Yinchuan China (kuratiert von Bose Krishnamachari) 2017: Misk Art Festival, Riad Saudi Arabien 2018: Ausbruch aus der Fläche, Marta Herford, Herford 2019: Innenansicht, Osthaus Museum Hagen, Hagen 2020: Tranzparenz und Dichte, Flottmann-Hallen, Herne 2022: Inspiration Japan, Galerie Schloss Bonndorf (mit Rapedius und Raffi Kaiser) 2023: Prussian Blue, KNMA Museum, Delhi Indien 2024: Die GROSSE, Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2025: Serendipity Artfestival, Goa Indien, (unterstützt durch das Goethe-Institut New Delhi) 2026: Linie Fläche Raum, Museum Ratingen, Ratingen
Auszeichnungen (Auswahl) 2021: Rompreis Villa Massimo 2024: Kunstpreis der Künstler
Weblinks Website Alke Reeh 10 Fragen an Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler: Alke Reeh, Bildhauerin Alke Reeh
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Düsseldorf) Kategorie:Objektkünstler (Deutschland) Kategorie:Installationskünstler (Deutschland) Kategorie:Textilkünstler (Deutschland) Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Frau