Die Bundesgartenschau 2031 (BUGA 2031) wird im Jahr 2031 in Wuppertal stattfinden und wird damit die erste Gartenschau in der nordrhein-westfälischen Stadt sein. Die Bundesgartenschau soll von April bis Oktober 2031 auf drei Kernarealen im Westen der Stadt sowie kleineren Arealen im Stadtgebiet stattfinden und eine Dauer von 180 Tagen haben.Allgemeine Informationen auf bugatal2031.de, abgerufen am 25. März 2026.
Geschichte Eine erste Machbarkeitsstudie wurde 2018 unter dem damaligen Oberbürgermeister Andreas Mucke veröffentlichtBundesgartenschau Wuppertal – Neue Perspektiven für die grüne Großstadt, Machbarkeitsstudie aus 2018, abgerufen am 25. März 2026 (PDF)., 2021 und 2024BUGA 2031 Wuppertal – Konkretisierung, Machbarkeitsstudie vom 3. Oktober 2025 (PDF). folgten konkretisierte und weiterentwickelte Versionen. Im November 2022 entschied sich der Stadtrat mehrheitlich für eine Bewerbung der Stadt um die Ausrichtung einer Bundesgartenschau.Die BUGA 2031 in Wuppertal auf garten-landschaft.de vom 12. Dezember 2022, abgerufen am 15. März 2026. Da sich vor allem über die Bürgerinitiative „BUGA - so nicht“ Widerstand gegen das Vorhaben bildete, wurde im Mai 2022 eine Bürgerbefragung durchgeführt. Knapp 51,8 % der über 93.000 Teilnehmer stimmten für eine Bewerbung der Stadt für die Bundesgartenschau 2031.BUGA 2031 in Wuppertal: Aktuelle Planungen und Entwicklungen auf wuppertal.de, abgerufen am 25. März 2026.
Nach offizieller Übergabe der Bewerbung am 24. August 2022Meilenstein auf dem Weg zur BUGA 2031: Wuppertal bewirbt sich, Stadt Wuppertal vom 25. August 2022, abgerufen am 25. März 2026. sowie Zusage seitens der Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) im Oktober desselben JahresMehr Bürgerservice durch Digitalisierung, Zukunftsprojekte auf dem Weg: OB Uwe Schneidewind zieht positive Zweijahres-Bilanz, Stadt Wuppertal vom 28. Oktober 2022, abgerufen am 25. März 2026. wurde der Durchführungsvertrag zwischen der Stadt Wuppertal und der DBG am 28. März 2023 unterzeichnet.BUGA als Stadtentwicklungs-Motor für ganz Wuppertal: Stadt und DBG besiegeln Verträge für Bundesgartenschau im Jahr 2031, Stadt Wuppertal vom 29. März 2023, abgerufen am 25. März 2026.
Pop-Up-BUGA Im Vorfeld der Bundesgartenschau fand 2024 bereits eine mehrwöchige Pop-Up-BUGA bzw. Mini-BUGA auf dem Platz am Kolk im Stadtteil Elberfeld statt. Ziel war es, den Bürgern der Stadt die nachhaltigen Wirkungen der Ausrichtung einer Bundesgartenschau näher zu bringen und das Interesse an sowie die Unterstützung für die Bundesgartenschau 2031 zu stärken.Vorgeschmack auf 2031: Mini-Bundesgartenschau in Wuppertal auf wdr.de vom 24. Mai 2024, abgerufen am 25. März 2026.Infos zur POP-UP-BUGA auf der Website des Fördervereins vom 27. April 2024, abgerufen am 25. März 2026.Pop-up-BUGA 2024 auf wppt.de, abgerufen am 25. März 2026.
Konzept Die Bundesgartenschau 2031 soll sich auf drei Kernareale im Westen Wuppertals konzentrieren: das Wohnquartier Tesche, den Zoologischen Garten sowie die Wupperpforte. Den Besuchertransport zwischen den Bereichen Tesche und Zoo soll dabei die Wuppertaler Schwebebahn übernehmen.Katharina Rüth: Die Zukunft der Schwebebahn. In: 125 Jahre Schwebebahn, Sonderveröffentlichung der Westdeutschen Zeitung vom 2. März 2026, S. 62
Das Kernareal Tesche umfasst den ehemaligen Lokschuppen nordöstlich des Bahnhofs Wuppertal-Vohwinkel, den östlich davon an der Nordbahntrasse gelegenen Homanndamm sowie die nördlich davon gelegenen Grünflächen zwischen der Straße Grünewald und dem Quartier Lüntenbeck, auch als Tescher Stich bekannt und im Projektkontext als Naherholungsgebiet Tescher Wiesen bezeichnet. Nach dem Abbruch des Lokschuppens wird das Areal derzeit von einem privaten Investor zu einem Wohnquartier weiterentwickelt.
mini|Die Zoo-Gaststätten Das Kernareal Grüner Zoo umfasst insbesondere den Zoo Wuppertal mit den Zoo-Gaststätten sowie der angrenzenden Grünfläche mit Musikmuschel. Die Bundesgartenschau 2031 wird damit die erste Bundesgartenschau sein, in deren Konzept ein Zoologischer Garten integriert wird.
Das Kernareal Wupperpforte umfasst Teile des Waldgebietes der Königshöhe auf den Wuppertaler Südhöhen sowie Teile des Nützenbergparks mit der Kaiserhöhe auf den Wuppertaler Nordhöhen. Die Königshöhe soll von einer Seilbahn erschlossen werden, die zwischen den beiden Arealen liegende Talachse soll von einer bis zu 850 m langen Hängebrücke überspannt werden.
Über die drei Kernareale hinaus wird es weitere Projekte und Areale im Stadtgebiet geben: Verschiedene Co-Areale sollen die langfristige Entwicklung der Stadt auch über die Bundesgartenschau hinaus sicherstellen und bis 2031 fertiggestellt sein Über BUGA+ können Bürger, Vereine und Institutionen weitere Maßnahmen, Veranstaltungen und temporäre Installationen im Stadtgebiet realisieren
Themenschwerpunkt der Veranstaltung soll die Mobilitätswende sein.
Finanzierung Die Investitions- und Durchführungskosten sollen sich auf etwa 73 Mio. Euro belaufen. Abzüglich möglicher Fördermittel sowie prognostizierter Einnahmen aus Ticketverkäufe soll der Eigenanteil der Stadt Wuppertal etwa 20 Mio. Euro betragen.
Die im Rahmen der Machbarkeitsstudie aufgestellte Besuchsprognose geht von etwa 1,8 bis 2,4 Mio. Besuchern aus.
Bundesgartenschau Wuppertal 2031 gGmbH Verantwortet werden Planung, Organisation und Durchrührung der Bundesgartenschau 2031 seit dem 1. Januar 2023 von der Bundesgartenschau Wuppertal 2031 gGmbH in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Wuppertal und der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft. Geschäftsführerin ist Susanne Brambora-Schulz vom Regionalverband Ruhr.Susanne Brambora-Schulz führt Wuppertal zur BUGA 2031, Stadt Wuppertal vom 15. Januar 2024, abgerufen am 25. März 2026.
Zukunft Die Areale und Infrastrukturmaßnahmen der Bundesgartenschau 2031 sollen auch nach deren Ablauf erhalten bleiben und ein Impuls für die langfristige, nachhaltige Stadtentwicklung sein. Insbesondere soll der Westen der Stadt mit der Erschließung neuer Naherholungsgebiete an Attraktivität gewinnen, auch im Kontext des neuen Wohnquartiers im Kernareal Tesche. Darüber hinaus soll der Zoo Wuppertal saniert und erweitert werden, neue Radwege gebaut und mit der Hängebrücke eine neue Nord-Süd-Verbindung über die Talachse geschaffen werden. Als wichtiger ÖPNV-Knotenpunkt während der Bundesgartenschau soll auch der Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel modernisiert und barrierefrei ausgebaut werden.
Weblinks
Offizielle Website Projektseite der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) Bundesgartenschau Wuppertal, offizielle Seite der Stadt Wuppertal Website des Fördervereins
Einzelnachweise
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