Franz Xaver Freiherr von Hafenbrädl (* 25. Mai 1818 in Schlossau (Regen); † 8. November 1900 in Schedlhhof) war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben Franz Xaver Hafenbrädl war ein Sohn des Gutsbesitzers Franz Ignaz von Hafenbrädl (1781–1827), dessen Vorfahren Johann Georg Ritter von Hafenbrädl (1726–1786) und Franz Ignaz von Hafenbrädl (1750–1793) in den bayerischen Adelsstand erhoben wurden und wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Glashüttenindustrie in Bayerisch Eisenstein hatten.Die Glashütte um Eisenstein, die Glashüttenherren Hafenbrädl und der „kurfürstlich bayerischen Christallglasmeister“ Hans Christoph Fidle DigitalisatBöhmisch Eisenstein Digitalisat Er übernahm den väterlichen Gutsbesitz Schedlhhof im Landkreis Deggendorf und hatte vom 2. Mai 1850 bis 1855 (gewählt im Wahlbezirk Hengersberg) und von 1869 bis 1886 (gewählt in den Wahlbezirken Straubing und Pfarrkirchen) ein Mandat für die Abgeordnetenkammer, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns das Parlament bildete. Hafenbrädl war Mitglied der Bayerischen Patriotenpartei und gehörte zur Jörg-Gruppe. Gemeinsam mit seinem Bruder Aloys Hafenbrädl führte er die extreme Gruppe der Ultramontanen. Er besetzte mehrere Landtagsausschüsse und richtete zahlreiche Petitionen und Anregungen an das Präsidium.Bernd Johannes Schlereth:Das Petitionswesen im Königreich Bayern – Eine Studie zu den Grundlagen, dem politischen Stellenwert und der parlamentarischen Praxis Digitalisat mini|Schloss Schlossau, Familienbesitz der Freiherren von Hafenbrädl

Hafenbrädl war seit dem 19. April 1842 mit Anna Koller (* 1823) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Kinder Franz Xaver (* 1843), Alois (* 1844) und Marie (* 1848) hervor.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 12. Wahlperiode)

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Einzelnachweise

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