Ascenso Ferreira, eigentlich Ascenso Carneiro Gonçalves Ferreira (* 9. Mai 1895 in Palmares, Bundesstaat Pernambuco, Brasilien; † 5. Mai 1965 in Recife, Bundesstaat Pernambuco, Brasilien) war ein brasilianischer Lyriker. Er war einer der Wegbereiter der literarischen Moderne in Brasilien.

Leben und Wirken Ascenso Ferreira wurde als Sohn eines Kaufmanns und Ladenbesitzers und einer Grundschullehrerin geboren. Früh verlor er beide Eltern und wurde in einem Laden eines Onkels angestellt. Mit dreizehn Jahren schrieb er sein erstes Sonett. Durch Kunden in dem Laden wurde er auch mit Figuren der brasilianischen Volkslegenden konfrontiert, so dem kopflosen Maultier.

Er war Abolitionist und wurde deshalb angefeindet und verfolgt. So beschmierte man sein Haus, er wurde auf der Straße ausgebuht und man drohte ihm mit Gefängnis.

1911 erschien seine erste Veröffentlichung in einer Zeitung, 1916 gründete er die Literaturvereinigung Hora Literaria de Palmares. 1919 zog er nach Recife, 1921 heiratete er. Von 1919 bis Anfang der 1940er Jahre war er Beamter im Finanzministerium des Bundesstaates Pernambuco.

1927 erschien sein erstes Buch, der Gedichtband Catimbó. Mit fünfzig Jahren ging er eine Affäre mit einer jungen Frau ein, die 1948 zur Geburt eines gemeinsamen Kindes führte.

1955 war er im Wahlkampf für den späteren Präsidenten Juscelino Kubitschek im Einsatz.

Ascenso Ferreira starb am 5. Mai 1965 im Alter von 69 Jahren. In Recife gibt es eine Statue zu Ehren des Dichters, in der Verse von ihm eingelassen sind.

Literarisches Wirken Ascenso Ferreira gilt als wichtiger Wegbereiter der literarischen Moderne in Brasilien.

Inhaltlich schrieb er in seinen Gedichten vor allem über regionale Legenden, Gauchos, Volksfeste, Zuckerrohr, Ochsenkarren, Herrenhäuser, Lehmboden, Mangroven Buschland, Bambusrohr, Feuerwerker. Daher gilt er auch als Volksdichter.

Er schrieb auch für diverse Zeitungen, so z. B. für A Noticia de Palmares, Diário de Pernambuco, A Província oder Magazine wie Mauriceia, Revista do Norte, Revista de Pernambuco und Revista de Antropofagia.

In São Paulo hielt er eine Lesung in einem Theater, die zu einem großen Erfolg wurde und ihn landesweit bekannt machte. 1955 nahm er am Schriftstellerkongress in Goiana teil.

Mário de Andrade und Manuel Bandeira schrieben Vor- bzw. Nachworte zu seinen Büchern.

Viele Verse wurden von zahlreichen Komponisten vertont, so O Trem de Alagoas von Heitor Villa-Lobos oder andere seiner Gedichte vom Komponisten Alceu Valença.

Trivia Ascenso Ferreira war fast zwei Meter groß, war korpulent und trug stets einen Strohhut und war Raucher. Zur Landung und Eröffnung der Zeppelin-Linie Frankfurt am Main-Rio de Janeiro Anfang der 1930er Jahre, die in Recife einen Zwischenstopp einlegten, schrieb er, dass Zeppeline „fliegende Wale“ seien. Mit zahlreichen Persönlichkeiten der brasilianischen Kunst- und Intellektuellenszene war er befreundet, so mit Mario de Andrade, Joaquim Cardozo, Luís da Câmara Cascudo, Cassiano Ricardo, Anita Malfatti, Oswald de Andrade, Tarsila do Amaral, Afonso Arinos. Auch war er mit dem weltbekannten chilenischen Dichter Pablo Neruda befreundet.

Werk Catimbó, 1927 Cana Caiana, 1939 Xenhenhém, 1951 Poemas, 1951 (vereint drei Bücher) O Maracatu, 1986, posthum Presépios e pastoris, 1986, posthum Bumba Meu Boi, 1986, posthum

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