Gent–Wevelgem 2026 war ein Eintagesrennen für Frauen. Es fand am 29. März statt, am gleichen Tag wie das Rennen Gent–Wevelgem der Männer, und zählte zur UCI Women’s WorldTour 2026. Diese Ausgabe des Rennens firmierte auch unter der Bezeichnung In Flanders Fields–In Wevelgem.
Streckenführung
Die erste Rennhälfte wurde im Vergleich zum Vorjahr umgestaltet und der Start von Ypern nach Wevelgem verlegt. Von dort beschrieb die Strecke zunächst eine nordwärts gerichtete Schleife über Zonnebeke nach Mesen. In der Umgebung von Ploegsteert wurden drei Feldwege befahren, die so genannten Plugstreets. Anschließend wandte sich der Parcours nach Norden ins Westflämische Hügelland, wo fünf Steigungen auf dem Programm standen. Als Hauptschwierigkeit galt der Kemmelberg, der von beiden Richtungen in Angriff genommen wurde. Nach der zweiten Überfahrung des Kemmelbergs schloss sich ein langes Flachstück Richtung Ypern an und von dort entlang der Nationalstraße N 8 zurück zum Ziel in Wevelgem.
+ Wichtigste Streckenpassagen Name km vom Ziel Typ Plugstreet 1 76,7 Feldweg Plugstreet 2 74,3 Feldweg Plugstreet 3 72,1 Feldweg Monteberg 59,0 Anstieg Kemmelberg (von Südosten) 57,0 Anstieg mit Kopfsteinpflaster Scherpenberg 49,5 Anstieg Baneberg 40,5 Anstieg Kemmelberg (von Nordwesten) 35,5 Anstieg mit Kopfsteinpflaster
Rennverlauf und Ergebnis
Eine vierköpfige Ausreißergruppe erhielt bis zu fünf Minuten Vorsprung, wurde aber bei der ersten Passage des Kemmelbergs wieder eingeholt. Im Anlauf zur vorletzten Steigung, dem Baneberg, forcierte UAE Team ADQ das Tempo und schuf so eine 15-köpfige Spitzengruppe, die sich auf dem Kemmelberg – diesmal unter dem Tempo von Lorena Wiebes – auf fünf Fahrerinnen reduzierte. Dieser gehörten neben Wiebes auch Elise Chabbey, Fleur Moors und die beiden UAE-Fahrerinnen Eleonora Gasparrini und Karlijn Swinkels an. Obwohl Wiebes dank ihrer Sprintqualitäten klar favorisiert war, arbeitete die Spitzengruppe gut zusammen und konnte, auch dank dem Rückenwind im letzten Streckenabschnitt, einen Vorsprung von einer Minute auf den Rest des Felds wahren. Erst auf den letzten Kilometern versuchte UAE, durch zwei Attacken Gasparrinis seine numerische Überlegenheit auszunutzen. Wiebes schloss die Lücke jeweils wieder und war auch im Sprint die stärkste. Da sie früh zu jubeln begann, wurde sie allerdings beinahe noch von Moors überholt. Swinkels kam auf den dritten Platz.
Teilnehmende Mannschaften
Weblinks Website des Veranstalters (niederländisch / französisch / englisch)
Parcours auf La Flamme Rouge
Einzelnachweise
#2026 Kategorie:Radrennen 2026