Cuno Hans von Wilmersdorff (geb. 18. April 1638 in Cölln; gest. 30. August 1720) war ein kurbrandenburgischer Leutnant und Landrat. mini|hochkant|Allianzwappen f. C. H. v. Wilmersdorff und Ehefrau K. E. v. Hake. Herrenhaus der Domäne Dahlem. Herkunft Cuno Hans von Wilmersdorff war Angehöriger des Adelsgeschlechts Wilmersdorff. Er war ein Sohn (posthumus) des Cuno von Wilmersdorff (1603–1637). Der Vater wurde Page, Hofjunker und Tafelvorsteher bei Kurfürst Georg Wilhelm, sowie Gutsherr auf Markee und Dahlem. Vita d. Vaters: Wilmersdorff, Cuno (v.)., In: Hans-Jürgen Mende, Kurt Wernicke: Berliner Bezirkslexikon. Charlottenburg-Wilmersdorf. Hrsg. Luisenstädtischer Bildungsverein, Berlin 2005. ISBN 3-7759-0479-4. Seine Mutter war Anna Catharina, geb. von Stoisloff, die sich 1647 mit Joachim Ernst von Schlabrendorff († 1666) wieder vermählte.Siehe Literatur: Emil Dominik (Hrsg.): Der Bär. Illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte. Eine Chronik für’s Haus. W. Moeser, Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1882, S. 80.
Leben Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Frankfurt (Oder) von 1653 bis 1657 trat von Wilmersdorff in den Militärdienst ein. Dort wurde er zunächst Adjutant und stieg dann bis zum Rang eines Leutnants auf. Er war von 1655 bis 1660 Teilnehmer am Kleinen Nordischen Krieg. Nach dem Frieden von Olivia im Mai 1660 ließ er sich vom Militärdienst verabschieden. 1682 wurde er kurbrandenburgischer Commissarius des Teltowschen Landkreises, wo er die Nachfolge des verstorbenen Otto von Hake antrat. Nachdem König Friedrich I. im Jahr 1701 alle Kreiskommissare zu Landräten erhoben hatte, wurde von Wilmersdorff erster Landrat des Teltowschen Landkreises. Den Posten als Landrat übte er bis zum Jahr 1712 aus, ihm im AmtG. (v.). Schmoller, W. Stolze: Die Behördenorganisation und die allgemeine Staatsverwaltung Preußens im 18. Jahrhundert. Band 4-Erste Hälfte: Akten vom 8. Januar 1723 bis Ende Dezember 1725, In: Acta Borussica. Denkmäler der Preußischen Staatsverwaltung im 18. Jahrhundert. Hrsg. Königliche Akademie der Wissenschaften, Verlag Paul Parey, Berlin 1908, S. 861. folgte ab Sommer 1714, spätestensWilhelm Spatz: Der Teltow. Band 2: Vom Ende des dreißigjährigen Krieges bis zum Jahre 1920. Verlag Grb. Rohde, Berlin 1920, S. 52. seit 1717 Otto Ludwig von Otterstedt.Siehe Literatur: Hans-Jürgen Mende, Kurt Wernicke: Berliner Bezirkslexikon. Charlottenburg-Wilmersdorf. Berlin 2005. ISBN 3-7759-0479-4.
Persönliches Von Wilmersdorff erwarb 1661 von seinem Onkel Georg Adam von Pfuhl das Gut Dahlem. Zu seinen weiteren Besitzungen zählte Buschow, Teltow, Markee, Schmargendorf und Schönow. Von 1671 bis 1679 ließ er die St. Annanen-Kirche Dahlem renovieren.
Familie Cuno Hans von Wilmersdorff war seit dem 11. November 1660 mit Katharina Elisabeth (1634–1711), geb. von Hake, verheiratet. Aus der über 50-jährigen Ehe sind 12 Kinder, zwei Söhne und zehn Töchter hervorgegangen, darunter Elisabeth Gottliebe (* um 1670), verheiratet mit Cuno Albrecht von Quast (1663–1705) und Cuno (1675–1745):Friedrich Leberecht Wilhelm Schwartz: Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg für Jung und Alt. Verlag von Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin 1871, S. 89 f. Der älteste Sohn George Friedrich von Wilmersdorff (* 19. März 1665; † 5. April 1714) wurde später ebenso Teltower Landrat. mini|hochkant|Hinten-Altarraum: Epitaphe d. v. Wilmersdorf. Fotothek: St. Annen-Kirche Dahlem.
Literatur Cuno Hans v. Wilmersdorf, märkischer Junker, In: Friedrich Leberecht Wilhelm Schwartz: Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg für Jung und Alt. Verlag von Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin 1871, S. 89 f. Die Kirche zu Dahlem, In: Emil Dominik (Hrsg.): Der Bär. Illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte. Eine Chronik für’s Haus. IX. Jahrgang-Nr. 6-1882, W. Moeser-Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1882, S. 80. 1. Cuno Hans von Wilmersdorf 2. Catharina Elisabeth von Hake (Frau von Wilmersdorf) Georg Friedrich von Wilmersdorf Wilmersdorff, Cuno sen., In: Hans-Jürgen Mende, Kurt Wernicke: Berliner Bezirkslexikon. Charlottenburg-Wilmersdorf. Hrsg. Luisenstädtischer Bildungsverein, Berlin 2005, ISBN 3-7759-0479-4.
Weblinks Wilmersdorff, Cuno Hans von in Deutsche Biographie, Stand 21. März 2026. Cuno Hans von Wilmersdorff (1638–1720) in Museum Digital, Stand 21. März 2026.
Einzelnachweise
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