Bronisławowo (deutsch Schinkenberg) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Er gehört zur Gmina Sadlinki (Landgemeinde Sedlinen) im Powiat Kwidzyński (Kreis Marienwerder).

Geographische Lage Der Ort liegt im Südwesten der altpreußischen Landschaft Pomesanien und befindet sich im Süden der Woiwodschaft Pommern, unmittelbar an der Grenze zur Woiwodschaft Kujawien-Pommern.

Bronisławowo liegt ungefähr 5 Kilometer östlich der Weichsel und ist ungefähr 11 Kilometer südwestlich von der Kreisstadt Kwidzyn (Marienwerder) entfernt.Polska w Liczbach: Wieś Bronislawowo w liczbach (polnisch), abgerufen am 20. März 2026

Geschichte Auf dem heutigen Ortsgebiet siedelte bis zum Hochmittelalter der prußische Stamm der Pomesanier. Nach der Inbesitznahme durch den Deutschen Orden kam das Gebiet von Schinkenberg, früher Schenkenberg genanntFamilienforschung in Westpreußen in: westpreussen.de, abgerufen am 20. März 2026, zum Bistum Pommesanien, das 1243 gegründet wurde.Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, Kröner Verlag Stuttgart, 1966–1981, Seite 174–175

Zur Zeit des Königreichs Preußen lag Schinkenberg im Kreis Marienwerder und gehörte damit bis 1919 zur Provinz Westpreußen.

Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags am 10. Januar 1920 wurde die Provinz Westpreußen offiziell aufgelöst und zwischen Deutschland und dem neuen polnischen Staat aufgeteilt. Schinkenberg verblieb weiterhin mit dem restlichen Kreisteil, der östlich der Weichsel lag, beim Deutschen Reich und wurde der Provinz Ostpreußen zugeordnet.

Während der Zwischenkriegszeit gehörte Schinkenberg dem Regierungsbezirk Westpreußen an und lag geographisch im äußersten Südwesten von Ostpreußen, unmittelbar an der Grenze zum Polnischen Korridor.

Nach dem deutschen Überfall auf Polen, kam Schinkenberg mit dem gesamten ostpreußischen Regierungsbezirk Westpreußen zum Reichsgau Danzig-Westpreußen und verblieb dort bis zum Kriegsende 1945.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die südliche Hälfte des ehemaligen Ostpreußens Polen zugesprochen. Schinkenberg wurde nach dem Krieg Teil der Volksrepublik Polen und in Bronisławowo umbenannt. Von 1954 bis 1972 war der Ort eine eigenständige Gromada.Podział administracyjny Polskiej Rzeczypospolitej Ludowej. Warszawa: Urząd Rady Ministrów – Biuro do spraw Prezydiów Rad Narodowych, 1956.

Einwohnerzahlen Jahr Einwohner18853601905579191058619334831939486

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Pommern Kategorie:Gmina Sadlinki