mini|hochkant|Richard B. Mellon (1924)

Richard Beatty Mellon (* 19. März 1858 in Pittsburgh, Pennsylvania; † 1. Dezember 1933 ebenda), manchmal auch R.B. Mellon genannt, war ein US-amerikanischer Bankier, Industrieller und Philanthrop aus Pittsburgh. Er war der Sohn des Patriarchen der Mellon-Familie, Thomas Mellon.

Biografie Richard war eines von acht Kindern des Anwalts Thomas Mellon und wurde von seinem Vater vorbereitet, die Familienbank T. Mellon & Sons' Bank zu führen. Er und sein Bruder Andrew Mellon arbeiteten dabei geschäftlich zusammen. Richard war unter Andrew bei der Mellon Bank tätig und übernahm 1921 deren Vorsitz, als Andrew zum US-Finanzminister ernannt wurde.Starrett, Agnes Lynch (1937). Through one hundred and fifty years: the University of Pittsburgh. University of Pittsburgh Press. S. 165. links|mini|Mellon im Jahr 1924 R.B. Mellon war von 1899 bis 1910 Präsident der Pittsburgh Reduction Company, die 1907 in Aluminum Company of America (Alcoa) umbenannt wurde, und war maßgeblich an der Pittsburgh Coal Company beteiligt, die heute zu CONSOL Energy gehört, wo er mit John L. Lewis und der United Mine Workers aneinandergeriet. Später war er maßgeblich an der Gründung der Mellbank Corporation beteiligt, einer Bankholdinggesellschaft, die den angeschlossenen Banken half, die Weltwirtschaftskrise zu überstehen.

Im Jahr 1918 gründete R.B. Mellon das Citizens' Committee on City Plan, das sich zum Ziel gesetzt hatte, Pittsburgh durch eine verbesserte Stadtplanung und Flächennutzungsplanung voranzubringen. Zu Ehren seines bürgerschaftlichen Engagements zeichnet die Air and Waste Management Association mit dem Richard-Beatty-Mellon-Preis Persönlichkeiten aus, die auf administrativer, gesetzgeberischer und gerichtlicher Ebene einen Beitrag zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung geleistet haben.

Im Jahr 1931 übernahm R.B. Mellon gemeinsam mit C.C. Macdonald die Leitung des Idlewild Park in Ligonier, Pennsylvania. Er war der Gründer des Rolling Rock Club.

Seine Kinder, Sarah Mellon und ihr jüngerer Bruder Richard King Mellon, waren neben ihren Cousins Paul Mellon und Ailsa Mellon-Bruce Erben des Familienvermögens.

Philanthropie Mellons philanthropische Spenden galten in erster Linie kirchlichen Zwecken. Im Jahr 1926 gründete er einen mit 15 Millionen Dollar dotierten Pensionsfonds für presbyterianische Geistliche. Er und seine Frau Jennie Taylor King waren die Hauptspender für die Cathedral of Hope, das neue Zuhause der East Liberty Presbyterian Church, die sie und ihre Eltern besucht hatten. Er starb am 1. Dezember 1933, noch bevor das neue Gebäude fertiggestellt war.

Richard und sein Bruder Andrew leisteten zudem gemeinsam wohltätige Spenden, darunter insbesondere mehrere großzügige Zuwendungen an ihre Alma Mater, die University of Pittsburgh, sowie die Gründung des Mellon Institute of Industrial Research zu Ehren ihres Vaters, das heute Teil der Carnegie Mellon University ist.

Einzelnachweise

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