Juris Kļaviņš (* in Charkiw; † 11. Dezember 2002) war ein lettischer Fußball- und Basketballspieler.

Karriere und Leben Juris Kļaviņš wurde im Jahr 1917 in Charkiw (in der heutigen Ukraine) in die Familie des Versicherungsprüfers Pēteris Kļaviņš und dessen Ehefrau, der Hauslehrerin Adele (geb. Lāce), geboren. Während des Ersten Weltkriegs war sein Vater als Offizier in der Kaiserlichen Russischen Armee tätig und kämpfte danach im Russischen Bürgerkrieg gegen die Bolschewiki. Anfang der 1920er Jahre kehrte die Familie Kļaviņš nach der Unabhängigkeit in die Republik Lettland zurück. Kļaviņš hatte zwei Geschwister, sein Bruder Jānis Kļaviņš (1912–1941), der ebenfalls Fußballspieler war und Opfer der Repressionen der Sowjetunion wurde, und seine Schwester Aina (verh. Poilova, 1922–1998). Im Jahr 1937 absolvierte Kļaviņš das Staatliche Technikum in Riga und erlernte den Beruf des Vermessers. 1940 schloss Kļaviņš das „Institut für Körpererziehung“ ab und arbeitete als Sportlehrer in Riga. Während des Zweiten Weltkriegs war Kļaviņš als Sporttrainer und Lehrer in Sigulda tätig. Im Jahr 1939 begann Kļaviņš seinen Wehrdienst in der lettischen Armee, später wurde er in die Roten Armee eingezogen, aus der er später Fahnenflucht beging. 1943 wurde er in die Lettische Legion eingezogen und schwer verwundet. Nach dem Krieg hielt er sich in Flüchtlingslagern in Deutschland auf und emigrierte von dort 1951 in die USA, wo er bis zur Rente als Goldschmied in einer Ringfabrik arbeitete.

Fußball Juris Kļaviņš spielte wie sein Bruder auf der Position des Torwarts. Er folgte den Fußstapfen seines älteren Bruders und galt Mitte der 1930er Jahre als zukünftiger Nationalspieler. Tatsächlich spielte Kļaviņš bereits im Alter von 18 Jahren in der Virslīga, der höchsten lettischen Spielklasse. Seine weitere Karriere verlief jedoch nicht so erfolgreich, unter anderem auch deshalb, weil Kļaviņš dem Basketball mehr Aufmerksamkeit widmete. Im Fußball war Kļaviņš zunächst beim JKS Riga, dem lettischen Ableger der Young Men’s Christian Association, aktiv und danach einige Jahre beim Armeesportverein ASK Riga. Dort war er zunächst Ersatztorhüter von Arvīds Jurgens, später hinter Kārlis Pakalns. Im Frühjahr 1940 schloss er sich der Mannschaft des Zweitligisten LDzB Riga an. Im Jahr 1942 war Kļaviņš Stammtorwart der Mannschaft „Daugavieši“.

Basketball Juris Kļaviņš spielte aktiv Basketball bei JKS Riga und LV Riga („Latvijas Vanagi“, deutsch: „Lettische Falken“).

Weblink Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch)

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