Je me souviendrai… de presque tout deutsch: Ich werde mich erinnern … an fast alles ist eine Komödie von Alexis Macquart, die am 18. September 2025 am Théâtre Montparnasse in Paris uraufgeführt wurde.Nathalie Simon: Je me souviendrai... de presque tout: Arditi et Briançon, père et fils, règlent leurs comptes Le Figaro, 10. Oktober 2025, abgerufen am 18. März 2026

Handlung Der Protagonist, ein alternder Egozentriker und selbstverliebter Bühnenstar, der auf eine äußerst erfolgreiche Schauspielerkarriere zurückblicken kann, möchte an seinem Lebensabend seine Memoiren schreiben, und der Sohn soll ihm dabei helfen. Er hat sich bei seinem Sohn angemeldet, zu dem er, wie auch zu seinem Enkel, seit 20 Jahren kaum Kontakt hatte. Der Sohn hatte vor Jahren einen Roman veröffentlicht, danach praktisch nichts mehr geschrieben und fristet nun zurückgezogen sein Leben zusammen mit seinem Sohn. Nach 20 Jahren latentem Zerwürfnis gestaltet sich das Treffen zwischen Vater und Sohn schwierig. Alte Streitereien werden aufgewärmt, kaschierte Frustrationen und verheimlichte Verletzungen kommen zu Tage und zugleich auch komische, schmerzliche und ergreifende Fundstücke, die beiden erlauben, ihre Erinnerungen und ihr Arrangement mit der Realität zu überprüfen.

Produktion

Das Stück ist das Debüt des französischen Komikers Alexis Macquart (* 1977) als Bühnenautor, der es für Pierre Arditi geschrieben hat, und Arditi stand in seiner langen Schauspielerkarriere mehrfach im Montparnasse auf der Bühne. Der Titel spielt auf dessen Memoiren an, die er unter dem Titel Je me souviendrai de tout 2025 in den Editions du Cherche-Midi veröffentlicht hat.

Rezeption Die Komödie wurde in der französischen Presse durchweg positiv aufgenommen. Theatre online bezeichnet sie als eine Komödie voll Esprit, Liebe und Humor.Je me souviendrai de presque tout Theatre online, abgerufen am 18. März 2026 und vergibt 4,5 von 5 Sternen.

Nathalie Simon schreibt im Figaro, unter der intelligenten Regie von Julien Boisselier verkörpere Arditi mühelos einen Schmierenkomödianten (cabotiner), ein Großmaul und einen müden Don Juan. Nicolas Briançon stelle großartig einen Loser dar, der beklage, er habe alles vermasselt, außer vielleicht die Erziehung seines Sohnemanns (fiston).

Man könne dem Autor natürlich vorwerfen, schreibt die Theaterkritikerin Marie-Céline Nivière, er habe sein Thema ein wenig überzogen, die Dialoge zu viel „ziseliert“ zum Schaden einer stringenten Struktur. „Anerkennenswert aber ist, es hat funktioniert dank der meisterhaften und hinreißenden Interpretation durch drei große und wunderbare Komödianten.“„Mais, reconnaissons-le, cela fonctionne, par la grâce de l’interprétation magistrale et bouleversante de ces trois grands et beaux comédiens“ Marie-Céline Nivière: Je me souviendrai: Arditi-Briançon, jeu, set et match gagnant, Coups d’Oeil, abgerufen am 18. März 2026

Verfilmung Das Stück wurde 2026 mit den Schauspielern der Pariser Premierenbesetzung unter demselben Titel und mit Ybao Benedetti als Regisseur verfilmt und am 21. Februar 2026 über den Sender Paris Première ausgestrahlt.“Je me souviendrai… de presque tout” (théâtre): Pierre Arditi face à son passé sur Paris Première tv-Programme, 21. Februar 2026, abgerufen am 19. März 2026

Weblinks Je me souviendrai… de presque tout Montparnasse

Einzelnachweise

Kategorie:Komödie Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Literatur (Frankreich)