mini|hochkant|Dorfkirche Kiebitz mini|Innenansicht mit Altar und Felderdecke mini|Bemalte Felderdecke Die evangelische Dorfkirche Kiebitz ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Kiebitz von Jahnatal im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Oschatzer Land im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die Kirche wurde in den Jahren 1673/74 durch den Maurermeister Andreas Klengel aus Dresden errichtet. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau, der eingezogene Chor endet in einem polygonalen Schluss; das Bauwerk wird von einem Dachreiter bekrönt. An der Chornordseite ist die Sakristei angebaut.

Das Innere ist geprägt durch die Ausstattung aus der Entstehungszeit. Eine reich bemalte, gut erhaltene Felderdecke im Saal zeigt Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament, im unteren Bildfeld sind jeweils die Stifter genannt. Die teils vielfigurigen Bilder sind reizvoll, in bäuerlicher, stark farbiger Art ausgeführt. An drei Seiten sind Emporen aus dem Jahr 1730 eingebaut, die westliche ist weit in den Raum vorgezogen. Der Chor ist mit einem Gratgewölbe geschlossen. Zur Sakristei führt ein profiliertes Spitzbogenportal mit einer lebensgroßen gemalten Christusfigur vom Ende des 17. Jahrhunderts.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein hölzerner Altar, der trotz Überlängung der Figuren einen schwerfälligen Charakter aufweist. Er zeigt in der Predella ein Relief mit Darstellung des Abendmahls, im Zentrum zwischen zwei gedrehten Kompositsäulen mit Weinlaub eine Ecce-homo-Figur, seitlich Moses und Johannes der Täufer. Über dem verkröpften Gesims im Auszug befindet sich ein Medaillon mit einer Darstellung der Grablegung, daneben eine Darstellung von Christus in Gethsemane und der Kreuzigung.

Die Kanzel ruht auf einer gedrehten Säule, am Korb sind zwischen gedrehten Dreiviertelsäulchen gemalte Darstellungen der Apostel angeordnet. Im Chor ist ein Farbglasfenster von M. Franke mit der Jahreszahl 1900 eingesetzt, das eine Darstellung der Geburt Christi, Christus und zwei Apostel sowie Christus im Weinberg zeigt.

Die Orgel mit neugotischem Prospekt ist ein Werk von Franz-Emil Keller aus dem Jahr 1888 mit 15 Registern auf zwei Manualen und Pedal; davor stehen zwei Porphyrsäulen.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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