Gerhard Gäbler (* 14. November 1952 in Leipzig) ist ein deutscher Fotograf.

Leben und Werk Gerhard Gäbler studierte nach seinem Abitur von 1972 bis 1976 an der Universität Leipzig Chemie und schloss die Ausbildung als Diplom-Chemiker ab. Anschließend arbeitete er u. a. zwei Jahre lang in der Forschungsabteilung der Filmfabrik Wolfen. Von 1986 bis 1992 absolvierte er erfolgreich einen Diplomstudiengang Fotografie an der der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, seitdem ist er als freischaffender Fotograf tätig. Er war 1990 Gründungsmitglied der Leipziger Fotoagentur punctum FOTOGRAFIE und arbeitete dort bis 2004 mit. Er erhielt Stipendien des Beck-Forums München (1994) und der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt (2007).

Seit 1990 finden Ausstellungen mit Fotografien Gäblers im In- und Ausland statt. Werke Gäblers werden u. a. im Museum Ludwig, im Deutschen Historischen Museum, in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig oder im Museum of Fine Art Houston gesammelt. Zahlreiche Publikationen, die sich mit der späten DDR-Geschichte sowie mit der Wende und friedlichen Revolution beschäftigen, greifen auf Fotografien Gäblers zurück.

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen 1992: Gerhard Gäbler. Ostbad – Fotografien, Deutsches Historisches Museum 1994: Fotografien von Gerhard Gäbler 1980–1994. Westwärts, Münchener Stadtmuseum 2001: Gerhard Gäbler, Alte Feuerwache Mannheim 2009: Die geteilte Zeit. Fotografien aus vier Jahrzehnten von Gerhard Gäbler, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig 2019: Gerhard Gäbler "Land ohne Wiederkehr" Fotografien aus der DDR von 1978 bis 1990, Haus des Buches. Literaturhaus Leipzig

Gruppenausstellungen 2001: Foto-Anschlag. Vier Generationen ostdeutscher Fotografen, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig 2009: Das Jahr 1989 – Bilder einer Zeitenwende, Deutsches Historisches Museum 2009: Die andere Leipziger Schule – Fotografie in der DDR, Kunsthalle Erfurt 2020: 1990. Fotografische Positionen aus einem Jahr, über ein Jahr, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst. Dieselkraftwerk Cottbus 2023/2024: TIEFEN/LICHTER. Bildgedächtnis einer Stadt. 30+3 Jahre Leipziger Fotoagentur punctum, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Filme

2007: Sag mir, wo die Schönen sind... Dokumentarfilm. Regie: Gunther Scholz, Idee und Fotografien: Gerhard Gäbler

Bildbände und Kataloge (Auswahl) Nicole de Vilder (Hrsg.): Broiler, Bürger und Bananen. Ein Leipziger Gericht. Gerhard Gäbler: Fotografie, Bernd -Lutz Lange: Aphorismen, Rainer Schade: Satirische Zeichnungen. Bollmann, Düsseldorf 1991, ISBN 3-927901-05-9. Ostbad. Fotografien. Mit Texten von Günter Kunert. Dietz, Bonn 1991, ISBN 3-8012-0176-7. Gerhard Gäbler. Westwärts. Fotografien 1980 – 1994. Nazraeli Press, München 1994, ISBN 3-923922-31-0. Gerhard Gäbler. Fotografien 1978 bis 1999. Verlag der Kunst, Dresden 2000, ISBN 90-5705-144-3. Volker Rodekamp (Hrsg.): Die geteilte Zeit. Fotografien aus vier Jahrzehnten von Gerhard Gäbler. Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipzig 2009, ISBN 978-3-910034-07-5. Zeit ohne Wiederkehr. Fotografien aus der DDR von 1978 bis 1990. Mit einem Essay von Bernd Lindner. Mitteldeutscher Verlag, Halle an der Saale 2015, ISBN 978-3-95462-458-4.

Literatur

Hans Dieter Huber: Paradoxien der Geschichte: Anmerkungen zu den Fotografien von Gerhard Gäbler. In: Gerhard Gäbler. Fotografien 1978 bis 1999. Verlag der Kunst, Dresden 2000, ISBN 90-5705-144-3, S. – (online, PDF, 5,3 MB, abgerufen am 19. März 2026)

Bernd Lindner: Land im Wartestand. Gerhard Gäbler porträtiert das letzte Jahrzehnt der DDR. In: Zeit ohne Wiederkehr. Fotografien aus der DDR von 1978 bis 1990. Mitteldeutscher Verlag, Halle an der Saale 2015, ISBN 978-3-95462-458-4, S. 152–157.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Fotograf (Leipzig) Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert) Kategorie:Fotograf (21. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Mann