mini|hochkant|Wappen der Familie Brauweiler nach Anton Fahne mini|hochkant|Wappen der Familie Brauweiler nach Gustav Adelbert Seyler mini|hochkant|Wappen der Familie Brauweiler nach Johann Gabriel von der Ketten mini|hochkant|Wappen des Melchior (I.) von Brauweiler Die Familie Brauweiler (auch: Bruwiler, Brouwyler o. ä.) war ein niederrheinisches Geschlecht, das in das Kölner Patriziat aufstieg. Stammsitz war vermutlich der bei Köln gelegene Ort Brauweiler. Später war die Familie auf der Hahnenstraße zu Köln ansässig.
Geschichte mini|hochkant|Arnold (I.) von Brauweiler (1468–1552) mini|hochkant|Melchior (I.) von Brauweiler († 1569) mini|hochkant|Köln – Zunfthaus der Brauer, „Haus Mirweiler“, Schildergasse 96, (kolorierte Bleistiftzeichnung; Wilhelm Cremer (Architekt) zugeschrieben; 1866) Schon 1352 und 1395 erscheint ein Heinrich von Brauweiler, Sohn des gleichnamigen Vaters († vor 18. März 1352),Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0170 / Brauweiler, Urkunden AA 0170, Nr. 54 - a, abgerufen am 18. März 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0284 / Gräfrath, Urkunden AA 0284, Nr. 41, abgerufen am 19. März 2026. jedoch ist eine Verwandtschaft mit dem hier behandelten Geschlecht unwahrscheinlich, da Letzteres sich ursprünglich „Bell“ nannte. Brauweiler war zunächst ein Genanntname, den die Familie erst später als Hauptnamen annahm. So erscheint im 15. Jahrhundert der Stellmacher Johann von Bell von Brauweiler, dessen bemerkenswerteste Söhne der dreizehnfache Bürgermeister Kölns und RentmeisterLandesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0627 / Reichskammergericht AA 0627, Nr. 1072 - C 619/1445, abgerufen am 19. März 2026. Arnold (I.) von Brauweiler (Arndten von Bruwiler) (* 1468 in Köln, † 3. Juli 1552 ebenda) und der Schöffe Georg von Brauweiler (urkundlich 1534)Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0490 / Schillingskapellen, Urkunden AA 0490, Nr. 144, abgerufen am 19. März 2026. waren. Arnold verhalf dem Geschlecht zum Aufstieg, da er nicht den Beruf seines Vaters annahm, sondern stattdessen (Tuch-)Händler bzw. Kaufmann wurde und sich politisch betätigte. Mit Helena (Hilgin) Brüggen († 1528), Tochter von Tillmann Brüggen und Adelheid, hatte er zehn Söhne und zwei Töchter, die in einem Bild auf dem Altars von St. Laurenz zusammen mit den Eltern dargestellt waren.Schleicher (1983), S. 417.
Die entsprechende Stammfolge stellt sich wie folgt dar:
Wappen
Blasonierung laut Anton Fahne: In Gold drei (2:1) grüne Mohnköpfe. Auf dem Helm befinden sich zwei grüne Mohnköpfe.Fahne (1848), S. 49.
Im Portrait Melchiors (I.) von Brauweiler ist das Wappen dagegen schwarz-golden tingiert. Gustav Adelbert Seyler wiederum behauptet, der Schild sei blau und die Mohnköpfe golden tingiert.Seyler (1890), S. 78. Und in der Sammlung von Johann Gabriel von der Ketten findet sich die Aussage, im Wappen seien im blauen Feld drei rote Blüten (Mohnköpfe) dargestellt.Schleicher (1983), S. 413.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 49 (hhu.de). Herbert M. Schleicher: Die genealogisch-heraldische Sammlung des Kanonikers Joh. Gabriel von der Ketten in Köln, Band I (A–D) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Neue Folge Nr. 22), Köln 1983, S. 413–417. Gustav Adelbert Seyler: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 5 (Bürgerliche Geschlechter Deutschlands und der Schweiz), 4. Abt.: Zweitausend bürgerliche Wappen, Nürnberg 1890, S. 78 (uni-goettingen.de) und Tfl. 84 (uni-goettingen.de). Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere das Alte Erzbistum Köln, Ausgabe 41, Köln 1884, S. 69 ff.
Einzelnachweise
Kategorie:Kölner Patriziergeschlecht Kategorie:Stammliste