mini mini|hochkant|Eiche und Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in Lychen Der Jüdische Friedhof in Lychen ist ein Begräbnisort in der uckermärkischen Stadt Lychen, der bis 1938 belegt wurde.

Geschichte Urkundlich wurden Juden in Lychen erstmals 1467 erwähnt, ein jüdischer Friedhof ab dem Jahr 1800. In und nach den Novemberpogromen 1938 wurde der Friedhof geschändet und zerstört. Bis zum 12. November 1938 wurde der Platz eingeebnet, die Begrenzungsmauer beseitigt und die Grabsteine entfernt.

Beschreibung und Gedenken mini|links|Gedenkstein Der Platz des jüdischen Friedhofs liegt auf einer kleinen mit Feldsteinen eingefassten Erhebung zwischen Feuerwache und dem Seeufer des Oberpfuhl vor dem Stargarder Tor im Norden der Altstadt von Lychen. Die fast kreisrunde Anlage ist über einige Steintreppen begehbar. Es sind keine Grabsteine erhalten. Auf der gärtnerisch mit Büschen und Blumenrabatten gestalteten Fläche befinden sich einige Sitzbänke. Die Stieleiche (Quercus robur) auf dem Gelände ist als Naturdenkmal eingetragen.

In der Mitte des Areals wurde neben der alten Eiche 1970 im Auftrag der Jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg ein Findling mit Gedenktafel aufgestellt. Der Text lautet: „Dem Gedenken der hier ruhenden jüdischen Menschen deren Grabstätten von den Faschisten 1938-1945 geschändet wurden. Die Toten mahnen uns!“ Eine Tafel informiert seit 1988 zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde.

Weblinks

Einzelnachweise Lychen (UM). In: Alemannia Judaica. Abgerufen am 18. März 2026

Eindrücke aus der Uckermark – eins vom 6. Juli 2020. In: gleis69.de. Abgerufen am 18. März 2026

Aus der Geschichte jüdischer Gemeinden im deutschen Sprachraum. Templin/Uckermark (Brandenburg). In: jüdische-gemeinden.de. Abgerufen am 18. März 2026

Eiche auf dem jüdischen Friedhof in Lychen - Umfang 4,91 m. In: Ostdeutsches Baumarchiv. Abgerufen am 18. März 2026

Lychen Kategorie:Judentum im Landkreis Uckermark Lychen Lychen Kategorie:Lychen Kategorie:Umgewidmeter Friedhof