mini Wladimir Fjodorowitsch Luginin (, französisch Wladimir Louginine) (* 20. Mai 1834; † 13. Oktober 1911) war ein russischer Physikochemiker. Sein Hauptforschungsbereich ist die Thermochemie. Er befasste sich mit dem Brennwert organischer Verbindungen.

Biografie Luginin ist Sohn einer Adelsfamilie, sein Vater Fedor Nikolaevich Luginin war ein Offizier der Armee. Er erhielt eine private Schulbildung von H. A. Trautschold (1817–1902), der ein Assistent von Justus Liebig war und selbst später ein Geologe wurde. Ab 1849 besuchte Luginin die Mikhail Artillerieschule in St. Petersburg. Von 1853 bis 1854 wurde er an der türkischen Front eingesetzt und sah und erlebte während des Krimkriegs die Verteidigung von Sevastopol. Er kehrte 1856 zurück um sein Studium zu beenden und erreichte 1858 seinen Abschluss. Er schied 1861 vom Dienst aus und reiste durch Westeuropa, wo er Vorlesungen von R. W. Bunsen, J. Wislizenus, C.A. Wurtz, und R. Clausius besuchte. Bis 1867 war er als Mitglied des geheimen Velikorus politisch aktiv. Ebenfalls pflegte er freundliche Beziehungen zu Alexander Herzen, N. P. Ogarev und Mikhail Bakunin. Zugunsten der Wissenschaft gab er seinen politischen Aktivismus 1867 wieder auf. Er verbrachte einige Zeit in Paris in den Laboratorien von H.V. Regnault und Berthelot. 1873 kehrte er zurück und beschäftigte sich in seinem Heimlaboratorium mit der Kalorimetrie. Er erforschte Reaktionswärmen und examinierte die Effekte elektronegativer Gruppen, die Wasserstoff in organischen Verbindungen substituieren. Luginin erhielt 1890 eine Ehrendoktorwürde von der Universität Moskau und wurde ebendort im Jahr 1899 als Professor berufen. Er sprach 4 Sprachen fließend und vererbte seine Bibliothek von 8000 Büchern sowie sein Labor im Jahr 1903 an die Universität Moskau.

Er starb in Paris nach längerer Krankheit.

Einzelnachweise

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