Niclas Mierzwa (* 24. Oktober 2006 in Winterthur) ist ein Schweizer Handballspieler. Der Linksaussen ist Schweizer Nationalspieler und spielt seit der Saison 2026/27 für die Rhein-Neckar Löwen in der deutschen Bundesliga.

Karriere

Im Verein Niclas Mierzwa wuchs in einer Handballerfamilie auf und begann mit dem Sport beim HSC Kreuzlingen, bei dem auch sein Vater als Spieler und Trainer aktiv war. Zur Saison 2018/19 wechselte er zu Pfadi Winterthur und erreichte in der ersten Saison mit der U13 den zweiten Platz in der Schweizer Meisterschaft. Nach den durch die Corona-Pandemie beeinflussten Saisons gewann er mit den Junioren-U17-Elite die Schweizer Meisterschaft und war mit 254 Toren (davon 67 Siebenmeter) in 25 Spielen bester Torschütze seiner Mannschaft. Diesen Titelgewinn wiederholte er in der folgenden Saison 2023/24 auch mit den Junioren-U19-Elite und gewann mit dem Team zusätzlich noch den Schweizer MU19-Cup.

In dieser Saison absolvierte Niclas Mierzwa zusätzlich bereits als 16-Jähriger regelmässig Spiele für Pfadi Winterthur in der ersten Schweizer Liga QHL und weitere 18 Einsätze (58 Tore) beim Kooperationspartner SG Yellow/Pfadi Espoirs in der zweiten Liga (NLB). Insgesamt wurde er 2023/24 in 60 Handballspielen eingesetzt. Mit 119 Toren in 27 Spielen war er in der Saison 2024/25 zweitbester Torschütze von Pfadi Winterthur in der QHL. In der Saison 2025/26 erreichte er mit seinem Team das Finale um den Schweizer Cup und war bei der Niederlage gegen die Kadetten Schaffhausen mit 8 Toren bester Torschütze seiner Mannschaft. Auch über die gesamte QHL-Saison war er mit 173 Toren bester Torschütze seines Teams und wurde bei den Swiss Handball Awards als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet.

Zur Saison 2026/27 wechselte Niclas Mierzwa zu den Rhein-Neckar Löwen in die Bundesliga.

In der Nationalmannschaft Im November 2022 startete Niclas Mierzwa seine Nationalmannschaftskarriere in der Schweizer U17-Nationalmannschaft und warf in dieser Altersklasse 47 Tore in den 12 ausgetragenen Partien. Grösster Erfolg des Teams war das Erreichen des Spiels um Platz 3 bei den European Open 2023. In der Schweizer U18/U19-Nationalmannschaft absolvierte er 38 Spiele, warf 184 Tore und erreichte mit den Teams jeweils den elften Platz bei der U18-Europameisterschaft 2024 sowie der U19-Weltmeisterschaft 2025. Kurz nach seinem 19. Geburtstag im Oktober 2025 debütierte Mierzwa in der Schweizer Männer-Handballnationalmannschaft bei einem Testspiel gegen Kroatien.

Sonstiges Sein Vater Alexander Mierzwa spielte als Profi in Deutschland und der Schweiz, trainierte den HSC Kreuzlingen und war deutscher Nationalspieler. Niclas Mierzwa, der ebenfalls einen deutschen Pass besitzt, hätte also auch in den deutschen Nationalmannschaften spielen können. Seine Mutter Caroline war ebenfalls als Handballspielerin und -trainerin aktiv. Wie der Vater und Bruder spielt auch die jüngere Schwester Lauryn auf der Linksaussen-Position und konnte im Verein und der Nationalmannschaft erste Erfolge feiern. Seit 2022 besuchte Niclas Mierzwa die UNITED school of sports in Winterthur, die er im Sommer 2026 mit der Berufsmaturität beendete.

Einzelnachweise

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