mini|Innenansicht Die Kirche St. Sebastian und Anna in Sappenfeld ist eine Filialkirche im Altmühltal. Die Kirche der römisch-katholischen Pfarrei St. Michael, Rupertsbuch gehört zum Pfarrverband Rupertsbuch, Schernfeld, Schönfeld im Dekanat Eichstätt des Bistums Eichstätt.

Geschichte Vorgeschichte mini|Wappen von Marquard II. am Turm der Kirche In Sappenfeld befand sich seit 1523 eine dem Hl. Sebastian geweihte Dorfkirche. Aus der Zeit von Bischof Gabriel von Eyb (1496–1535) stammt noch der Chor mit Kreuzgratgewölbe. 1593 wurde ein Hochaltar geweiht. 1680 erfolgte ein Turmbau und eine Erweiterung des Kirchenschiffs unter Bischof Marquard II. Schenk von Castell durch den fürstbischöflichen Hofbaumeister Jakob Engel.Historischer Verein Eichstätt 87 (1994), S. 35 An der Turmaußenseite weist ein Wappenstein von Christian Handschuher darauf hin. Die Fa. Gebr. Sieber Orgelbau schuf 1882 eine Orgel.

Neue Kirche 1957 erfolgte ein Neubau der Kirche unter Beibehaltung des alten Chores und des Turms durch den Münchner Architekten Friedrich Ferdinand Haindl. Der Sakralbau beherbergt Kunstwerke vom frühen 15. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert.Eichstätter Raum, S. 277f.

Ausstattung Dem Patron der Kirche, dem Hl. Märtyrer Sebastian, sind mehrere Bildnisse gewidmet: eine kleine Holzfigur – wohl um 1520 geschnitzt – an der rechten Langhauswand vorne und das große Ölgemälde auf der linken Seite vorne, das 1815 von Johann Adam Weber gemalt wurde und ursprünglich als Altarbild diente. Das älteste und schönste Bildwerk der Kirche ist eine spätgotische Holzplastik (um 1420) an der linken Langhauswand. Maria wird sitzend auf einer Bank zugleich als Mädchen und Königin dargestellt.Zecherle, Karl: Sappenfeld. In: Kirchen und Klöster im Landkreis Eichstätt, Hrsg. Landkreis Eichstätt, 1983, S. 14 Der heutige Altar wird beherrscht von einer lebensgroßen Kreuzigungsgruppe, die nach einer Ortsüberlieferung nach der Säkularisation aus dem Kloster Rebdorf erworben wurde.Innenrenovierung der Kirche in Sappenfeld bald beendet. In: Eichstätter Kurier vom 30. Oktober 1981 Das Kruzifix ist offenbar eine Schöpfung des Eichstätter Bildhauers Ignaz Alexander Breitenauer (1757–1838), während die Seitenfiguren Maria und Johannes nur Werkstattarbeiten sind. Die beiden Statuen rechts und links des Chorbogens – gute spätgotische Arbeiten um 1480 – wurden früher als St. Erhard und St. Ottilie verehrt und erst später zu den Eichstätter Diözesanheiligen Willibald und Walburga umgestaltet. Bemerkenswert ist auch das wohl im frühen 17. Jahrhundert entstandene Tafelbild vorne links, auf dem der angeblich von Tittinger Juden 1540 ermordete Knabe Michael von Sappenfeld zu sehen ist (Ritualmordlegende).

Pfarrgeschichte Gepfarrt war das Dorf seit alters her nach Obereichstätt. Ab 1749 gehörte Sappenfeld als Filiale St. Sebastian und St. Anna zur neu errichteten Pfarrei St. Michael in Rupertsbuch.

Einzelnachweise

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