Die Kirche St. Michael in Rupertsbuch ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im Altmühltal. Die Pfarrei St. Michael gehört zum Pfarrverband Rupertsbuch, Schernfeld, Schönfeld im Dekanat Eichstätt des Bistums Eichstätt.

Katholische Pfarrkirche St. Michael Vorgängerbau 1683/1684 erneuerte Jakob Engel die baufällige Kirche. Am 3. September 1896 in der Früh um 2 Uhr brannte der Kirchturm völlig ab. Die Glocken fielen herunter, die Kirchenuhr wurde zerstört. Ein Lehrling des Schlossers Bayerschmitt hatte den Lötofen am Abend im Turm aufbewahrt.

Heutige Kirche Am 27. September 1897 legte Pfarrer Michael Seitz den Grundstein zum Neubau der heutigen neuromanischen Kirche; der Turm, dessen Untergeschosse aus dem Mittelalter stammen und der ehemals als Chorturm den Chor enthielt, wurde mitverwendet. Die Kirche wurde als Saalbau mit Steildach geplant und errichtet. 1901 wurde die neue Orgel mit zwölf Registern von der Orgelbauanstalt Bittner, Eichstätt, eingebaut. 1903 malten die Historienmaler Lang aus München und Luxenhofer aus Neumarkt, die Kirche im nazarenischen Stil aus. Die Ausmalung ist heute nicht mehr erhalten. 1950 erfolgte die Anschaffung und Weihe von vier neuen Glocken für die Pfarrkirche, die vermutlich in der Erdinger Glockengießerei gegossen wurden. 1955 wurde eine Innenrestauration der Kirche ausgeführt. In der Pfarrkirche befindet sich das Jura-Marmor-Relief eines Gnadenstuhls, eine Votivgabe des Eichstätter Bischofs Moritz von Hutten, die 1551 von Loy Hering nach einem Holzstich von Albrecht Dürer geschaffen wurde. Es befand sich als Altarmittelstück ursprünglich in der 1818 abgerissenen Kollegiatpfarrkirche zu Eichstätt. Die Bittner-Orgel wurde 1999 abgebaut und eine neue Orgel des Orgelbauers Redeker und Kreuzer aus München aufgestellt. 2003 wurden neue Kirchenbänke eingebaut.

Die katholische Pfarrei Rupertsbuch Nach einigen Notizen ist zu schließen, dass 1450 in Rupertsbuch/Workerszell ein Pfarrer und ein Pfarrhaus vorhanden waren. 1749 gründete Johann Anton II., Bischof von Eichstätt, die Pfarrei Rupertsbuch in Abtrennung von der Marienpfarrei (Collegiata) in Eichstätt, wobei besonders Graf Sigmund Christoph von Schrattenbach, Kanonikus in Salzburg, Eichstätt und Augsburg, als Wohltäter auftrat. 1750 wurde das Pfarrhaus gebaut. Fünf Jahre später gründete sich die St.-Anna-Bruderschaft. 1757 starb der erste Pfarrer der neuen Pfarrei „Roppersbuch“, Johann Martin Eberhard.

1860 wurde ein neues Schul- und Mesnerhaus gebaut, das 1926 durch ein neues und größeres Schulhaus mit zwei Klassenräumen ersetzt wurde. Dieses wurde – nach kurzzeitiger Nachfolgenutzung als Kindergarten – um 1991 abgerissen. 1985 wurde der Neubau eines Jugendheimes im Pfarrgarten fertiggestellt. 1994 wurde der neue Kindergarten der Pfarrei eröffnet.

1916–1946 war Johann Baptist Brand, 1946–1984 Alfons Girbinger und 1984–1993 Josef Bierschneider Pfarrer von Rupertsbuch. Seit 1. September 1993 bekleidet Franz Remberger das Amt.

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Einzelnachweise

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