Guðrún Kvaran (* 21. Juli 1943 in Reykjavík) ist eine isländische Sprachwissenschaftlerin und Hochschullehrerin.Guðrún Kvaran: Curriculum Vitae (in isländischer u. deutscher Sprache, mit allen biografischen Daten).

Leben und Wirken Nach ihrer Reifeprüfung 1963 am Gymnasium in Reykjavík studierte Guðrún Kvaran bis 1969 isländische Sprachwissenschaft, Literatur und Geschichte an der Universität Islands (Háskóli Íslands). Dort erwarb sie 1969 den Magistergrad. Von 1969 bis 1970 studierte sie anschließend Skandinavistik, ab 1970 Vergleichende Sprachwissenschaft und Linguistik an der Universität Göttingen. Nach einer Zwischenprüfung 1976 promovierte sie dort 1980 zum Dr. phil. bei dem Sprachwissenschaftler Wolfgang P. Schmid.Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Göttingen 1980. Von 1970 bis 1976 war sie in den Sommermonaten am lexikographischen Institut der Universität Islands tätig. Von 1973 bis 1977 arbeitete sie am Archiv für Gewässernamen Deutschlands an der Universität Göttingen. Aus dieser Arbeit entstand ihre Dissertation. Seit 1979 war sie wiederum am lexikographischen Institut in Reykjavík tätig. 1993 wurde sie Forschungsprofessorin, ab 2000 Professorin an der Universität Islands. Gastaufenthalte verbrachte sie an den Universitäten in Pisa, Göttingen, Zürich und Wien. Außerdem arbeitete sie in mehreren isländischen Fachgremien und der Hochschulverwaltung mit.

Schwerpunkte ihrer Forschungsarbeit sind die Vergleichende Sprachwissenschaft, insbesondere die Namenkunde. Sie ist seit 1969 mit dem isländischen Physiker Jakob Yngvason verheiratet.

Veröffentlichungen (Auswahl)

(Bearb.): Die Zuflüsse zur Nord- und Ostsee von der Ems bis zur Trave (= Hydronymia Germaniae, Reihe A, Bd. 12). Steiner, Wiesbaden 1979, ISBN 3-515-02800-5. Untersuchungen zu den Gewässernamen in Jütland und Schleswig-Holstein. Dissertation Universität Göttingen 1980. (mit Sigurđur Jónsson): Nöfn Íslendinga. Heimskringla / Háskólaforlag Máls og menningar, Reykjavík 1991, ISBN 9979-3-0296-8 (2. Aufl. 2011). Die neue isländische Bibelübersetzung und ihre geschichtlichen Wurzeln. Bruno-Kress-Vorlesung (= Greifswalder Universitätsreden, N.F., Bd. 99). Rektor d. Ernst-Moritz-Arndt-Univ., Greifswald 2001, ISBN 3-86006-164-X. (mit Asta Svavarsdóttir): Icelandic. In: Manfred Görlach (Hrsg.): English in Europe. Clarendon Press, Oxford 2002, S. 82–107, ISBN 0-19-823714-6. Orð. Handbók um beygingar- og orðmyndunarfræði. Almenna Bókfélagið, Reykjavík 2005, ISBN 9979-2-1902-5. (Hrsg. u. Mitautorin): Udenlandske eller hjemlige ord? En undersøgelse af sprogene i Norden. Novus Forl., Oslo 2007, ISBN 978-82-7099-474-8. Glíman við orðin. Ritgerðasafn gefið út í tilefni sjötugsafmælis höfundar 21. júlí 2013. Stofnun Árna Magnússonar í Íslenskum Fræðum, Reykjavík 2013, ISBN 978-9979-654-25-4 (= gesammelte Aufsätze zur Ortsnamenforschung).

Einzelnachweise

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