August Emil Ernst Friedrich von dem Knesebeck (* 1. Februar 1804 zu Dorum im Land Wursten; † 31. Januar 1886 in Verden) war ein hannoverscher Generalmajor.

Leben Herkunft August entstammt aus dem Hause Colborn der Familie Knesebeck. Seine Eltern waren der braunschweig-lüneburgischer Drost von Essel Friedrich von dem Knesebeck (1768–1812) und dessen Ehefrau Sophie, geborene von Schlütter († 1845). Seine Schwester Agnes (1802–1891) heiratete den Generalmajor Adolf von Elern (1791–1859). Der gleichnamige Generalmajor August von dem Knesebeck war sein Onkel.

Militärkarriere Knesebeck trat am 25. März 1822 als Sekondeleutnant in das Garde-Jäger-Regiment der Hannoverschen Armee ein. Am 3. Januar 1828 wurde er Premierleutnant und am 29. Mai 1845 Kapitän 2. Klasse. Im Februar 1848 wurde er zum Kompaniechef ernannt und im Juni des Jahres in das 3. Leichte Bataillon versetzt. Am 1. September 1855 kehrte er als Major in das Garde-Jäger-Bataillon zurück und am 27. Mai 1857 zum Kommandeur des Bataillons ernannt. Am 6. September 1859 wurde er zum Oberstleutnant befördert, am 27. Mai 1861 wurde er Oberst und Kommandeur der 1. Infanterie-Brigade.Hof- und Staats-Handbuch für das Königreich Hannover auf das Jahr 1862. Berenberg, Hannover 1862, S. 216. (Digitalisat) In dieser Stellung avancierte er am 21. Mai 1863 zum Generalmajor und war im gleichen Jahr Kommandeur der Infanterie des hannoverschen Bundes-Exekutionskorps bei der Bundesexekution gegen die Herzogtümer Holstein und Lauenburg. König Georg V. verlieh Knesebeck 1865 das Kommandeurkreuz I. Klasse seines Guelphen-Ordens.Hof- und Staats-Handbuch für das Königreich Hannover auf das Jahr 1865. Berenberg, Hannover 1865, S. 42. (Digitalisat)

Als Kommandeur der 1. Infanterie-Brigade nahm er 1866 während des Krieges gegen Preußen an der Schlacht bei Langensalza teil.Victor von Diebitsch: Die Königlich Hannoversche Armee auf Ihrem letzten Waffengang im Juni 1866. Heinsius, Bremen 1897, Beilage III, S. 364. Nach dem verlorenen Krieg und der Annexion des Königreichs Hannover, der die Auflösung der Armee bedeutete, wurde Knesebeck am 15. März 1867 zunächst pensioniert, kurz darauf mit seinem Dienstgrad in den Verband der Preußischen Armee aufgenommen und gleichzeitig mit Pension zur Disposition gestellt.

Knesebenck starb am 31. Januar 1886 in Verden.

Familie Knesebenck verheiratete sich am 29. Dezember 1835 in Stade mit Adelheid Freiin von der Schulenburg (1815–1890) aus dem Hause Altendorf. Aus der Ehe ging der spätere preußische Generalleutnant Alexander von dem Knesebeck (1836–1920) hervor, der am 1. Juli 1862 in Dresden Louise von Plessen (1841–1886) heiratete.

Literatur Bernhard von Poten: Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen. In: Beiheft zum Militär-Wochenblatt. Mittler & Sohn, Berlin 1902, S. 326, Nr. 463. (Digitalisat) Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des deutschen Adels. Zweiter Band, Bruer, Berlin 1898, S. 201 f. (Digitalisat) Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte im Militärwesen, 1886, S.554 Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1900, S.510

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Hannover) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Kommandeur I. Klasse des Guelphen-Ordens Kategorie:Träger des Sankt-Stanislausordens (Russland) Kategorie:Träger des Hausordens vom Weißen Falken (Kommandeur) Kategorie:Ritter des Großherzoglich Hessischen Ludwigsordens Kategorie:Befehlshaber einer Brigade Kategorie:Infanterist (Hannover) August Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1804 Kategorie:Gestorben 1886 Kategorie:Mann