Der talentierte Mr. F. ist ein deutscher Dokumentarfilm des Regisseurs Igor Plischke aus dem Jahr 2025. Der Film beschreibt die Umstände rund um den Diebstahl eines Animationsfilms und die Konfrontation der beiden Filmemacher Moritz Henneberg und Julius Drost mit dem Dieb Samuel Felinton.
Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, des MDR, RBB, hr und br und wurde am 9. Oktober 2025 erstmals ausgestrahlt.
Inhalt Die beiden Filmemacher Moritz Henneberg und Julius Drost arbeiten an dem Animationsfilm Butty. Sie veröffentlichen ihn auf YouTube, entschließen sich dann aber doch, den Film auf diversen Filmfestivals einzureichen, weshalb der Film auf Youtube wieder gelöscht wird. Etwas überrascht erfahren sie, dass ihr Film bereits unter einem anderen Titel veröffentlicht wurde. Ihre Recherchen ergeben, dass ein US-Amerikaner namens Samuel Felinton den Film unter dem Titel T-130 veröffentlicht hat, mehrere Filmpreise gewonnen hat und in Talkshows von seinem Leben als erfolgreicher Filmemacher berichtet.
Sie lassen sich juristisch beraten und erfahren dabei, dass eine Klage in den USA zwar möglich wäre, aber langwierig und mit hohen Kosten verbunden sei. Beide beschließen daraufhin, in die USA nach Morgantown (West Virginia) zu reisen und dort den dreisten Dieb zu konfrontieren. Dort angekommen, wird Felinton damit gelockt, dass das Filmteam eine Dokumentation über junge Filmemacher machen möchte. Henneberg und Drost geben sich als Schöpfer von Butty zu erkennen.
Nach der Konfrontation zeigt sich Felinton reumütig, berichtet von seiner Motivation und möchte den beiden Filmemachern sowohl die Preisgelder zahlen als auch die Filmpreise überlassen. Felinton schreibt die Verantwortlichen der Filmfestivals an und gesteht ihnen den Diebstahl. Er sendet Henneberg und Drost tatsächlich die Preise zu und bietet auch an, ihnen bei der Vermarktung des Films zu helfen.
Rezeption Der Film konnte 2026 den Grimme-Preis in der Kategorie Kinder & Jugend gewinnen.
Florian Kaindl schreibt in der Süddeutschen Zeitung, dass für den Film und die Protagonisten spreche, dass mit viel Fingerspitzengefühl vorgegangen und nicht plump auf einer Entschuldigung beharrt werde. Karina Krawczyk vergibt in ihrer Kritik in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vier von fünf Sternen.
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Filmwirtschaft im Film