Das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium ist ein Gymnasium in der Pasteurstraße im Ortsteil Prenzlauer Berg des Berliner Bezirks Pankow. Der Schwerpunkt der im Jahr 2006 durch Zusammenführung von Schulen entstandenen Einrichtung liegt auf musisch-künstlerischer und gesellschafts­wissen­schaftlicher Bildung.

Geschichte Das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium in Berlin-Prenzlauer Berg wurde im Jahr 2006 gegründet und trägt den Namen des deutschen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Die ehemalige Camille-Claudel-Oberschule in der Eugen-Schönhaar-Straße 18 (früher ursprünglich Wehlauer Straße), fusionierte zum Schuljahr 2006/2007 mit dem Pasteur-Gymnasium in der Pasteurstraße. Der Standort Pasteurstraße wurde aufgegeben und die Einrichtung ging im heutigen Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium (FMBG) auf, damals noch in der Eugen-Schönhaar-Straße. Ab Beginn des Schuljahres 2017/18 fand der Unterricht an den Standorten Eugen-Schönhaar-Straße und Pasteurstraße statt.

Seit Beginn des Schuljahres 2023/24 wird das ehemalige Haupthaus in der Eugen-Schönhaar-Straße 18 saniert. Deshalb erfolgte ein Umzug in die Schuldrehscheibe auf der Werneuchener Wiese (Standort 3). – Im Schuljahr 2015/16 besuchten ca. 800 Schüler das FMBG, bis 2025 wuchs die Anzahl auf über 1300 und damit ist es das Gymnasium mit den meisten Schülern in Prenzlauer Berg.

Seit Schuljahr 2025/2026 findet der Schulunterricht an zwei Standorten statt:

Standort 1: Eugen-Schönhaar-Straße 18, 10407 Berlin Während der Renovierung bleibt das Gebäude ungenutzt. Standort 2: Pasteurstraße 7, 10407 Berlin Hier werden vorrangig die Klassen 10–12 unterrichtet. Standort 3: Margarete-Sommer-Straße 14, 10407 Berlin Hier werden vorrangig die Klassen 7–9 unterrichtet.

Im Februar 2025 konnte eine neue Sporthalle in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße eingeweiht werden. Nach Schulschluss steht die Halle umliegenden Sportvereinen für verschiedene Disziplinen zur Verfügung.

Schulprofil und Schwerpunkte Die Schule ist ein öffentliches Gymnasium für die Klassenstufen 7 bis 12. Entsprechend ihrem Namensgeber liegen die inhaltlichen Schwerpunkte vor allem in folgenden Bereichen: Musisch-künstlerische Bildung: Ein besonderer Fokus liegt auf Musik, Kunst und Darstellendem Spiel. Gesellschaftswissenschaften: Zu den Profilfächern gehören unter anderem Geschichte, Politische Bildung, Psychologie und Ethik/Philosophie. Sprachangebot: Die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Latein sowie als Besonderheiten Japanisch und Norwegisch sind die Hauptangebote. Das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium legt großen Wert auf zeitgemäße Unterrichtsformen, dazu gehören zum Beispiel fächerübergreifende Unterrichtsprojekte, Methodentraining, Kommunikationstraining oder Teamtraining.

Es besteht eine Zusammenarbeit mit den Schulen: Lycee International George Duby, Aix-en-Provence, Frankreich Moyo-Gakuen-Schule, Tokio, Japan (Schüler- und Lehreraustausch) Nordstrandschule, Oslo, Norwegen Videregaende Skole, Nannestad, Norwegen Langhaugen Videregaende Skole, Bergen, Norwegen

Gebäude mini|Schulgebäude Eugen-Schönhaar-Straße 18 mini|Schuldrehscheibe Werneuchener Wiese

Standort 1: Eugen-Schönhaar-Straße 18, 10407 Berlin Das Gebäude in der Eugen-Schönhaar-Straße war in der DDR-Zeit als 33. POS Werner Kube bekannt, bevor es nach 1990 zur Camille-Claudel-Oberschule wurde. Das 1913/14 errichtete vierflügelige Bauwerk wird Ludwig Hoffmann (zusammen mit Otto Stiehl) zugeschrieben. Es befindet sich zwischen der ehemaligen Bartensteiner Straße (John-Schehr-Straße) und der früheren Kurischen Straße (Anton-Saefkow-Straße). (Erst 1974 erhielt die Straße ihren heutigen Namen.) Das historische Bauensemble wurde für die 230. und 248. Volksschule und die 7. Hilfsschule gebaut; wegen zahlreicher Umbauten steht es nicht unter Denkmalschutz. Das zur Straße gewandte Hauptteil ist ein siebenachsiges, viergeschossiges Bauwerk mit symmetrischer Anordnung der bogenförmigen Eingänge und rechteckigen Fensterreihen.

Die 2023 begonnene Sanierung soll bis 2028 abgeschlossen sein. Standort 2: Pasteurstraße 7, 10407 Berlin Das Gebäude entstand 1910/11 nach Plänen von Ludwig Hoffmann als Königstädtische Oberrealschule für Jungen und steht seit den 1970er Jahren unter Denkmalschutz. Am 30. Mai 1938 wurde die Schule in Blücherschule, Oberschule für Jungen umbenannt. Standort 3: Margarete-Sommer-Straße 14, 10407 Berlin Nach Beendigung des Umbaus soll die Schuldrehscheibe von anderen Schulen als temporärer Standort benutzt werden.

Weblinks

Publikationen: Ein Schulprojekt zur Geschichte der Schule findet sich in einer Publikation des Museums Pankow.

Einzelnachweise

Kategorie:Schule in Berlin-Prenzlauer Berg Kategorie:Gymnasium in Berlin Kategorie:Kulturdenkmal (Berlin) Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 2006 Kategorie:Felix Mendelssohn Bartholdy als Namensgeber Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren Kategorie:Schulgebäude von Ludwig Hoffmann