mini|Eversen, Herrenhaus – Gut I (2014) Das Rittergut Eversen, Gut I (Großes Gut), Am Gehege 2, in der niedersächsischen Stadt Bergen, Ortsteil Eversen, im Landkreis Celle, wurde im 18. und 19. Jahrhundert gebaut. Aktuell (2026) wird es zum Wohnen, für Veranstaltungen und landwirtschaftlich genutzt.

Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Bergen (Landkreis Celle)).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Geschichte und Beschreibung Eversen wurde erstmals 1330 als Euersten erwähnt. Das Rittergut war seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Familie von Harling, einem niedersächsischen Uradelsgeschlecht, das bereits 955 im Gefolge Otto dem Großen gegen die Ungarn gekämpft hatte. Karsten von Harling war vor 1424 Herr auf Eversen.Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 41. Jg. 1942, S. 205 1424 belehnte Wilhelm der Ältere von Braunschweig und Lüneburg die Brüder Otto und Karsten von Harling mit zwei Höfen zu Herlinge, einem Hof zu Ripe und einem Hof zu Euersten (= Eversen).Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg, Bestand B 137 a: von Schertel – von Harling: Familienarchiv: 3. Archiv v. Harling: 3.2 Akten: B 137 a Bü 50: Genealogie Das Gut I ist eines der drei Rittergüter der Familie von Harling und wurde früher als das „Castrum“ und auch als Sedel- oder Sattelhof benannt.

Das „Große Gut“, umgeben vom Mühlenteich im Süden und Westen und dem Mühlenbach im Osten und Norden wird erreicht über eine Holzbrücke auf das inselartige Grundstück. Eine von Eichen gesäumte gerade Zufahrt führt auf das Herrenhaus.

Die Gutsanlage besteht aus dem zweigeschossigen, siebenachsigen Herrenhaus von 1792 auf hohem Sockelgeschoss, in Fachwerk mit Steinausfachungen, mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach, Dreiecksgiebel und ovalen Fenstern an der hofseitigen Mittelachse, sowie einer zweiläufigen Freitreppe mit Podest zum Haupteingang und der zweiflügeligen Eingangstür mit im Oberlicht hochgestellten Ellipsen als Sprossen,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen mini|hochkant=0.7|Wirtschaftsgebäude (2025) mini|hochkant=0.7|Scheune (2025) mini|hochkant=0.7|Gutspark (2025) dem eingeschossigen, L-förmigen Wirtschaftsgebäude von 1792 (Inschrift) als Vierständer-Hallenhaus auf Backsteinsockel, in Fachwerk mit Steinausfachungen und geschosshohen Eckstreben, mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach und der früheren Grooten Door mit Rundbogen, sowie einer Toreinfahrt am Seitenflügel,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der westlichen eingeschossigen Scheune von um 1800 als Vierständer-Fachwerkbau auf Backsteinsockel mit Krüppelwalmdach in Fachwerk mit Steinausfachungen, geschosshohen Eckstreben, mittiger Längseinfahrt sowie Quereinfahrten,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem Gutspark mit der um 150 Jahre alten Eichenallee im Norden und der Rhododendronbepflanzung, den Gruppen- und Einzelgehölzen an Teichanlage sowie dem westlichen Waldpark mit ca. 300 Jahre altem Baumbestand,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem Mühlenteich, der vom Mühlenbach, abgehend von der Örtze, gespeist wird und sich südöstlich und westlich der Gutsanlage erstreckt,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen und weiteren nicht denkmalgeschützten Bauten.

Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… aus ortsgeschichtlichen Gründen, aufgrund seiner geschichtlichen als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte sowie für die Siedlungs- und Stadtbaugeschichte sowie auch aufgrund seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss.“

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