Mycoplasma haemocanis ist eine bei Hunden vorkommende Art von Bakterien aus der Gattung der Mycoplasmen und Auslöser der caninen infektiösen Anämie. Sie gehört zu den hämatotropen Mykoplasmen, welche vorzugsweise die roten Blutkörperchen befallen. Mycoplasma haemocanis verursacht eine hämolytische Anämie, eventuell mit Gelbsucht. Wie alle Mykoplasmen hat der Erreger keine Zellwand, lebt obligat intrazellulär und lässt sich mit herkömmlichen Nährmedien nicht anzüchten. Er wird im gefärbten Blutausstrich oder mittels Polymerase-Kettenreaktion nachgewiesen.

Der Erreger kommt weltweit vor, Erkrankungen sind in Europa im Mittelmeerraum häufiger als in Mittel- und Nordeuropa. Die Übertragung des Erregers erfolgt vermutlich vorrangig über Zecken, vor allem über die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Schwere Erkrankungen verursacht Mycoplasma haemocanis nur bei immungeschwächten Tieren, ansonsten dominieren chronische, asymptomatische Infektionen.

Einzelnachweise Katrin Hartmann: Bakterielle Infektionen. In: Peter F. Suter und Hans G. Niemand (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. Paul-Parey-Verlag, 10. Auflage 2006, S. 291–316. ISBN 3-8304-4141-X B. Willi et al.: Hämotrope Mykoplasmen bei Katze Und Hund: Übertragung, Diagnose, Prävalenz und Bedeutung in Europa. Abgerufen am 11. März 2026.

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