mini|Christine Bard, Gründerin des Vereins Archives du Féminisme (Archiv des Feminismus) ist ein französischer Verein mit Sitz in Angers, der im Jahr 2000 von der Historikerin Christine Bard gegründet wurde und dessen Hauptziel es ist, die Quellen zur Geschichte des Feminismus zu bewahren. Die dazugehörige Reihe Archives du féminisme, die vom Verlag Presses universitaires de Rennes herausgegeben wird, fördert die Verbreitung von Forschungsarbeiten über Frauenemanzipationsbewegungen.

Aktivitäten Der Verein sammelt Archivgut von anderen Vereinen, organisiert Kolloquien und Studientage und gibt Publikationen heraus. Er stellt Online-Ressourcen zur Verfügung, darunter Artikel und Berichte, Bibliografien, historische Quellen, Ausstellungen (in Zusammenarbeit mit MUSEA, einem virtuellen Museum der Universität Angers) sowie einen „Quellenführer“, eine Datenbank für Quellen zur Geschichte des Feminismus in Frankreich.

Das Centre des archives du féminisme (CAF, Archivzentrum für Feminismus) beherbergt in Absprache mit der Bibliothèque Marguerite-Durand (Paris) Bestände, die vom Verein Archives du Féminisme gesammelt wurden. Das im Jahr 2000 gegründete CAF ist als Spezialarchiv in die Universitätsbibliothek von Angers integriert. Es handelt sich um private Archivbestände, die den Zeitraum vom 19. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert abdecken.

Der Verein Archives du Féminisme verfügt über eine Website und einen Newsletter als Informationskanäle. Der Newsletter erscheint einmal jährlich in Papierform, einige Artikel sind auf der Website des Vereins verfügbar.

Die Presses universitaires de Rennes (PUR) veröffentlicht eine Reihe mit dem Titel Archives du féminisme. Diese Reihe umfasst Werke über Emanzipations- und Frauenbefreiungsbewegungen und befasst sich mit deren politischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen. Sie ermöglicht die Entwicklung der geisteswissenschaftlichen Forschung in diesem Bereich und macht archivierte, gedruckte, mündliche oder audiovisuelle Quellen zur Geschichte der Frauen zugänglich. Der Guide des sources de l’histoire du féminisme (Leitfaden zu Quellen zur Geschichte des Feminismus) unter der Leitung von Christine Bard, Annie Metz und Valérie Neveu erschien sechs Jahre nach der Gründung des Vereins im Jahr 2006 und ist das erste Werk der Reihe „Archives du féminisme“. Ausgehend von der Feststellung, dass die Suche nach Quellen zum Feminismus aufgrund der Streuung dieser Quellen und der mangelnden Sichtbarkeit ihres Standorts schwierig war, listet dieser Leitfaden feministische Bestände auf und gliedert sich in vier Teile: „Öffentliche Archivdienste“, „Vereine, Bibliotheken, Museen und private Archivzentren“, „Audiovisuelle Quellen“ und „Webarchivierung“Die französische Sprachversion spricht hier von „Webographie“.. Eine Aktualisierung dieses Leitfadens wird auf der Website des Vereins unter der Rubrik „GDS“ (Der Quellenleitfaden) angeboten. Diese Rubrik enthält über 300 Einträge zu feministischen Beständen, ihrem Standort und ihrem Inhalt.

Im Februar 2017 erschien der Dictionnaire des féministes : France, XVIIIe – XXIe siècle (Lexikon der Feministinnen: Frankreich, 18. bis 21. Jahrhundert) unter der Leitung von Christine Bard in Zusammenarbeit mit Sylvie Chaperon. 200 Mitarbeiter waren an der Erstellung dieses Werks beteiligt, das 550 Biografien von Personen enthält, die die Geschichte des Feminismus geprägt haben.

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Feministische Organisation Kategorie:Verein (Frankreich) Kategorie:Frauenverein Kategorie:Archiv (Frankreich) Kategorie:Vereinsgründung 2000