Marika Lagger-Pöllinger (* 25. Oktober 1969 in Spittal an der Drau) ist eine österreichische Politikerin der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). Von 2015 war 2026 sie Bürgermeisterin von Lendorf und ab dem 13. April 2023 Abgeordnete zum Kärntner Landtag, wo sie ab dem 23. Oktober 2025 als Dritte Landtagspräsidentin fungierte. Seit dem 7. April 2026 ist sie Kärntner Landesrätin für Gemeinden, Frauen, Umwelt, Klimaschutz sowie Wasserwirtschaft und Gleichstellung in der Landesregierung Fellner.
Leben Ausbildung und Beruf Marika Lagger-Pöllinger besuchte nach der Volksschule in Lendorf und der Unterstufe am Bundesrealgymnasium (BRG) in Spittal an der Drau die dortige Handelsakademie (HAK), wo sie 1989 maturierte. Anschließend absolvierte sie 1989/90 an der BH Spittal ein Absolvententraining. Sie legte die Vermögensberaterprüfung ab, von 2009 bis 2019 besuchte sie die Nachwuchsakademie des Renner-Instituts.
Von 1990 bis 2012 war sie bei der Wohnfinanz in der Vermögens- und Finanzberatung tätig, 2012/2013 war sie Filialleiterin der Raiffeisen Bezirksbank Spittal. Von 2013 bis 2015 fungierte sie als Landessekretärin der Teilgewerkschaft Vida im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB).
Marika Lagger-Pöllinger ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.
Politik In der Gemeinde Lendorf war sie von 2003 bis 2009 Ersatzmitglied des Gemeinderates, wo sie 2009 zur Vizebürgermeisterin und im Zuge der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten 2015 erstmals zur Bürgermeisterin gewählt wurde. Im Kärntner Gemeindebund ist sie Mitglied des Landesvorstandes.
Bei der Landtagswahl in Kärnten 2023 kandidierte sie als SPÖ-Spitzenkandidatin im Landtagswahlkreis 4. Am 13. April 2023 wurde sie in der konstituierenden Landtagssitzung der 33. Gesetzgebungsperiode als Abgeordnete zum Kärntner Landtag angelobt, wo sie Mitglied des Ausschusses für Frauen, Generationen und Integration, des Ausschusses für Naturschutz, Nation- und Biosphärenparks sowie des Unvereinbarkeitsausschusses wurde. Am 23. Oktober 2025 wurde Landtagspräsident Reinhart Rohr in den Ruhestand verabschiedet, Lagger-Pöllinger folgte daraufhin dem Dritten Landtagspräsidenten Andreas Scherwitzl nach.
Am 10. März 2026 wurde sie von SPÖ-Landesparteiobmann Daniel Fellner als designierte Kärntner Landesrätin der Landesregierung Fellner für Gemeinden, Frauen, Umwelt, Klimaschutz sowie Wasserwirtschaft und Gleichstellung präsentiert. Sie wurde nach dem Ausscheiden von Landeshauptmann Peter Kaiser in der Landtagssitzung am 7. April 2026 gewählt und angelobt. Als Dritter Landtagspräsident folgte ihr Günter Leikam nach, das frei werdende Mandat ging an Christina Patterer. Zu ihrem Nachfolger als Bürgermeister von Lendorf wurde Simon Pleschberger gewählt.
Weblinks Marika Lagger-Pöllinger meineabgeordneten.at Marika Lagger-Pöllinger Landtag Kärnten
Einzelnachweise
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