mini|Philippus Zhao Huaiyi, Dezember 1926 Philippe Zhao Huai-yi (; ; * 4. Oktober 1880 in Peking, Kaiserreich China; † 14. Oktober 1927 in Suanhwa, Republik China) war ein chinesischer römisch-katholischer Geistlicher und Apostolischer Vikar von Süanhwafu. Er gehörte zu den ersten sechs chinesischen Bischöfen der Neuzeit, die 1926 in Rom geweiht wurden. Leben Zhao Huai-yi wurde am 4. Oktober 1880 als Zhao Bingyi (chinesisch:赵秉义) in Peking geboren. Er stammte aus einer katholischen Familie und trat früh in ein Priesterseminar ein. Sein Vater und andere Verwandte wurden während des Boxeraufstands ermordet, weil sie Katholiken waren.https://www.kuleuven.be/verbiest/koerier-june-2025/verbiest-2025-juni-eng-digi-hr.pdf Am 27. Februar 1904 empfing er die Priesterweihe. Viele Jahre lang arbeitete er in Missionsstationen, später wurde er Lehrer am Knabenseminar in Peking und persönlicher Sekretär des Apostolischen Delegaten für China, Erzbischof Celso Costantini.
Papst Pius XI. ernannte ihn am 10. Mai 1926 zum Apostolischen Vikar von Süanhwafu sowie zum Titularbischof von Vaga. Die Bischofsweihe empfing er am 28. Oktober 1926 im Petersdom in Rom durch Papst Pius XI. Mitkonsekratoren waren Carlo Cremonesi, Titularerzbischof von Nicomedia, und Celso Benigno Luigi Costantini, Titularerzbischof von Theodosiopolis in Arcadia. Zusammen mit fünf weiteren chinesischen Priestern (Simon Zhu Kai-min, Apostolischer Vikar von Haimen, Melchior Sun Dezhen, Apostolischer Vikar von Ankwo, Joseph Hu Ruoshan CM, Apostolischer Vikar von Taichow, und Aloysius Chen Guo-di OFM, Apostolischer Vikar von Fenyang) wurde er damit zu einem der ersten einheimischen chinesischen Bischöfe der modernen katholischen Kirche. Zum Zeitpunkt seiner Bischofsweihe war Zhao persönlicher Sekretär von Celso Benigno Luigi Costantini.
Nach seiner Weihe besuchte Zhao Huai-yi mehrere europäische Länder, bevor er nach China zurückkehrte und sein Amt als Apostolischer Vikar antrat. Am 4. April 1927 fand seine Amtseinführung statt. Er starb am 14. Oktober 1927 in Peking ein Jahr nach seiner Bischofsweihe.
Bedeutung Die Bischofsweihe von Zhao Huai-yi und fünf weiteren chinesischen Geistlichen im Jahr 1926 galt als wichtiger Schritt in der Entwicklung einer eigenständigen chinesischen Kirchenhierarchie. Papst Pius XI. wollte damit die stärkere Beteiligung einheimischer Geistlicher an der Leitung der katholischen Kirche in China fördern. Literatur
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