mini|Verknüpfung von Straßenbahn, Bus und Zug am Bahnhof Leipzig-Knauthain mini|Villen in der Seumestraße Knautkleeberg-Knauthain ist ein Ortsteil von Leipzig. Er gehört zum Stadtbezirk Südwest und hat die Ordnungsnummer 54. Er besteht aus den Stadtteilen Knautkleeberg und Knauthain. Lage und Gebietsabgrenzung
Zwischen den Leipziger Ortsteilen Großzschocher und Knautkleeberg-Knauthain gibt es eine Bebauungslücke. Der freie Geländestreifen gehört zu Großzschocher. Die Nordgrenze des Ortsteils Knautkleeberg-Knauthain verläuft unmittelbar an seiner Bebauungsgrenze, seine Ostgrenze am Westufer des Cospudener Sees, die Südgrenze an der Bebauungsgrenze von Hartmannsdorf und die Westgrenze zwischen der Siedlung „Am Klucksgraben“, die zum Ortsteil gehört, und dem renaturierten Kiestagebau Rehbach sowie dem gleichnamigen ehemaligen Dorf, die zum Ortsteil Hartmannsdorf-Knautnaundorf gehören. Geschichte Die Bildung des Ortsteils in seinen jetzigen Grenzen war 1992 Bestandteil der administrativen Neugliederung von Leipzig. Zum 1. Januar 1993, zeitgleich mit der Eingemeindung von Hartmannsdorf nach Leipzig, wurde das Gebiet des Ortsteils um Hartmannsdorf erweitert. Der Ortsteil wurde als „Knauthain-Hartmannsdorf“ bezeichnet. Zum 1. Januar 2001 kam Hartmannsdorf zum Ortsteil Hartmannsdorf-Knautnaundorf. Der Ortsteil Knautkleeberg-Knauthain wurde in seinem ursprünglichen Bestand wieder hergestellt und sein Name in „Knautkleeberg-Knauthain“ geändert. Ortsteilcharakteristik Naturräumlich liegt der größte Teil des Ortsteils auf der Knautnaundorfer Schotter-Moränen-Platte. Der Bereich östlich der Bebauung gehört zum Naturraum der Knautkleeberger Elster-Aue. Ganz im Osten befindet sich das Elsterhochflutbett.
Der Ortsteil besteht aus den beiden früheren Dörfern Knautkleeberg und südlich anschließend Knauthain. Die Geschichte der Knautdörfer, zu denen außerhalb des Ortsteils noch Knautnaundorf gehört, geht bis ins Mittelalter zurück. Die beiden Dörfer im Ortsteil lagen östlich der Bahnstrecke Leipzig-Gera-Saalfeld und sind baulich bereits am Ende des 19. Jahrhunderts zusammengewachsen. Der Charakter der Bebauung ist heterogen und weist eine Spannbreite von dörflich bis städtisch auf. Die Ortslagen der früheren Dörfer sind durch die Dieskaustraße und die Seumestraße miteinander verbunden. Westlich der Bahnstrecke wurden in der Zwischenkriegszeit mehrere Siedlungen errichtet und nach 1989 durch Einfamilienhäuser ergänzt.
Am 13. Dezember 2023 wurde im Leipziger Stadtrat ein Ortsteilentwicklungskonzept für den Ortsteil beschlossen.
Bevölkerung Jahr Einwohner 2000 4800 2005 5105 2010 5136 2015 5442 2020 5611 2025 5774
Stand: 31.12. des jeweiligen Jahres
Sehenswürdigkeiten
Schloss Knauthain mit Schlosspark Hoffnungskirche (1836, klassizistisch)
Infrastruktur mini|Einer der drei Dorfteiche in Knauthain Schulen Berufsbildungswerk Leipzig 60. Grundschule in der Seumestraße Gewässer Der Knauthainer Elstermühlgraben wurde bereits im Mittelalter angelegt. In Knautkleeberg und Knauthain gab es jeweils eine Wassermühle. Beide stehen unter Denkmalschutz und wurden nach 1989 zu Wohnzwecken umgenutzt. Der Ortsteil liegt an der Weißen Elster und am Cospudener See, einem gefluteten Braunkohletagebau. In Knauthain liegen drei Dorfteiche hintereinander. Das frühere Fortunabad in der Elsteraue wird heute ebenfalls als Angelgewässer genutzt.
Politik Bei den Wahlen zum Sächsischen Landtag gehört Knauthain zum Wahlkreis Leipzig 5, bei Bundestagswahlen zum Bundestagswahlkreis Leipzig II (Wahlkreis 153).
Die Bundestagswahl 2025 führte bei einer Wahlbeteiligung von 88,6 % zu folgendem Zweitstimmenergebnis:
Partei Knautkleeberg-Knauthain2021 Knautkleeberg-Knauthain2025 Stadt Leipzig2025 AfD 17,5 % 28,4 % 21,9 % CDU 19,3 % 22,9 % 16,6 % Die Linke 8,9 % 11,5 % 22,5 % SPD 21,5 % 10,1 % 10,7 % Bündnis 90/Die Grünen 11,2 % 10,0 % 13,6 % BSW – 9,1 % 7,4 % FDP 13,0 % 3,9 % 3,2 % Sonstige 8,6 % 4,1 % 4,1 %
Siehe auch Knautkleeberg Knauthain
Weblinks
Einzelnachweise
Ortsteile Leipzig
Kategorie:Ort an der Weißen Elster