Die 21. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 22. und 22. Februar 1975 in der Münchner Olympiahalle ausgetragen.
Wettbewerbe Gelaufen wurde wie bei den vorangegangen in der Berliner Deutschlandhalle ausgetragenen Meisterschaften auf einer 180 Meter langen Rundbahn. Die Sprintstrecke für Frauen und Männer war mit 60 Metern um 10 Meter länger als 1973. Der Hürdensprint fand für beide Geschlechter ebenfalls über 60 Meter statt.
Neu ins Programm von Deutschen Hallenmeisterschaften kam der 3000-Meter-Lauf für Frauen. Damit gab es nun auch für die Frauen wie bei den Männern eine Langstrecke. Das Angebot im Bereich Lauf unterschied sich damit kaum noch von den Männerdisziplinen. Einzig die Langstaffel über 3-mal 1000 Meter blieb alleine den Männern vorbehalten.
In der Kategorie Sprung wurden wie bei Freiluftveranstaltungen die Wettbewerbe Stabhoch- und Dreisprung erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm für Frauen aufgenommen und waren somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften nur für Männer im Angebot.
Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.
Darüber hinaus blieb der Gehwettbewerb wie auch damals bei Freiluftveranstaltungen alleine den Männern vorbehalten.
Am ersten Meisterschaftstag gab es abgesehen von Vorläufen und Qualifikationen drei Finals, Zur Austragung kamen dabei die Disziplinen Hochsprung für Männer sowie Weitsprung und Kugelstoßen für Frauen. Alle weiteren Konkurrenzen fanden am zweiten Tag statt.
Das zum fünften Mal bei Hallenmeisterschaften ausgetragene 10.000-Meter-Gehen fand wie gewohnt nicht am selben Ort wie die Veranstaltung mit dem Hauptprogramm statt. Die Geher traten dazu am 10. Februar in Hamburg an.
Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.
Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Manfred Ommer (SV Bayer 04 Leverkusen) 6,84 s Helmut Leibner (SV Bayer 04 Leverkusen) 6,89 s Dieter Steinmann (TV Wattenscheid 01) 6,89 s200 m Manfred Ommer (SV Bayer 04 Leverkusen) 21,40 s Ulrich Haupt (SV Bayer 04 Leverkusen) 22,00 s Klaus-Günter Lemke (LG Frankfurt) 22,01 s400 m Hermann Köhler (TV Wattenscheid 01) 47,34 s Falko Geiger (Stuttgarter Kickers) 47,80 s Uwe Lenz (MTG Wangen) 48,26 s800 m Josef Schmid(1. FK Salamander Kornwestheim) 1,51,9 min Paul-Heinz Wellmann (TV 1885 Haiger) 1:52,0 min Leonhard Händl (MTV Ingolstadt) 1:53,5 min1500 m Thomas Wessinghage (TV 1885 Haiger) 3:44,3 min Reinhard Soyka (LC Bonn) 3:45,3 min Frank Thomé (ASV Köln) 3:48,6 min3000 m Wolfgang Riesinger (LG Ratio Münster) 8:17,2 min Wilhelm Jungbluth (Jugend 07 Bergheim) 8:17,6 min Fritz Heintz (USC Heidelberg) 8:19,0 min60 m Hürden Manfred Schumann(SV Bayer 04 Leverkusen) 7,85 s Dieter Gebhard(1. FK Salamander Kornwestheim) 8,07 s Kurt Aubele (LG Staufen) 8,08 s4 × 400 m 3:13,1 min 3:15,8 min 3:19,1 min3 × 1000 m 7:19,2 min 7:19,2 min 7:27,2 min10.000 m Gehen Bernhard Kannenberg (LAC Quelle Fürth) 43:10,0 min Gerhard Weidner (TSV Salzgitter) 44:28,8 min Heinz Mayr (VfL Wolfsburg) 45:55,2 minHochsprung Walter Boller (USC Mainz) 2,18 m Roland Hartmann (LG Ahlen-Heessen) 2,12 m Theo Walpurgis (ASV Köln) 2,12 mStabhochsprung Volker Ohl (SG Arheilgen) 5,20 m Reinhard Kuretzky(SV Bayer 04 Leverkusen) 5,20 m Günther Lohre(1. FK Salamander Kornwestheim) 4,95 mWeitsprung Andreas Gloerfeld (SV Bayer 04 Leverkusen) 7,72 m Hans-Jürgen Berger (TuS 04 Leverkusen) 7,68 m Dieter Steinmann (TV Wattenscheid 01) 7,67 mDreisprung Richard Kick (TSV 1860 München) 16,22 m Rolf Liebs (LG Dinslaken-Walsum) 15,96 m Michael Sauer (USC Mainz) 15,94 mKugelstoßen Gerhard Steines (LG Lahn-Dill Wetzlar) 19,29 m Ferdinand Schladen (LC Bonn) 18,83 m Josef Forst (TV Wattenscheid 01) 18,72 m
Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Annegret Richter (OSC Their Dortmund) 7,32 s Christiane Krause (ASC Wella Darmstadt) 7,43 s Elvira Poßekel (LC Bonn) 7,48 s200 m Inge Helten (OSC Their Dortmund) 24,16 s Elvira Poßekel (LC Bonn) 24,32 s Annegret Kroniger (USC Mainz) 24,50 s400 m Erika Weinstein (TuS 04 Leverkusen) 54,78 s Brigitte Koczelnik (TuS 04 Leverkusen) 54,91 s Dagmar Jost (TG Bad Homburg) 55,45 s800 m Gisela Ellenberger (TuS 04 Leverkusen) 2:07,2 min Monika Siegl (LG Staufen) 2:07,7 min Angelika Traugott (TuS 04 Leverkusen) 2:09,7 min1500 m Brigitte Kraus (LG Rhein-Berg) 4:25,0 min Christel Rosenthal (ASC Wella Darmstadt) 4:27,4 min Christa Merten (SV Bayer 04 Leverkusen) 4:27,6 min3000 m Ellen Wellmann (TuS 04 Leverkusen) 9:38,2 min Christa Kofferschläger(Barmer TV 1846 Wuppertal) 9:40,0 min Gudrun Hodey (VfL Eintracht Hagen) 9:54,2 min60 m Hürden Silvia Käwel (TuS 04 Leverkusen) 8,46 s Monika Scherb (LG Frankfurt) 8,51 s Gudrun Wengler (Hamburger SV) 8,56 s4 × 180 m 1:29,3 min 1:29,9 min 1:30,0 minHochsprung Ellen Mundinger (LG Offenburg) 1,82 m Karin Wagner (USC Mainz) 1,79 m Christel Voß (TuS 04 Leverkusen) 1,79 mWeitsprung Brigitte Göhrs (TK Hannover) 6,16 m Ute Hedicke (LG DJK Boullo Andernach) 6,16 m Cilly Lemkamp (LAZ Rhede) 6,07 mKugelstoßen Eva Wilms (LG Tübingen) 15,38 m Sigrun Kofink (Sport-Union Annen) 15,00 m Rosa Molina (SCC Berlin) 13,81 m
Literatur Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Presseausschuß des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Hrsg.), Jahrbuch der Leichtathletik 1974/75, S. 70ff, Berlin-Charlottenburg, Verlag Bartels & Wernitz 1974
Weblinks Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB) Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de
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