Mordholz ist ein deutscher Fernsehfilm von Lena Knauss aus dem Jahr 2025. Es handelt sich um die vierzehnte Episode der ZDF-Kriminalfilmreihe Erzgebirgskrimi mit Kai Scheve als Robert Winkler und Teresa Weißbach als Saskia Bergelt in den Hauptrollen. Der Film wurde am 23. Dezember 2025 in der ZDF-Mediathek veröffentlicht und am 7. März 2026 im ZDF zum ersten Mal ausgestrahlt.

Handlung Der Sägewerksbesitzer Karl Zenker wird im Wald erschlagen aufgefunden. In der Nähe fehlt ein Polter Holz, das der evangelischen Kirche gehörte. Unter Verdacht gerät sein Sohn Heiko, der vor kurzem die Geschäftsführung des Sägewerkes übernommen und sich mit seinem herrischen Vater oft gestritten hat. Leonie Kampmann, Studentin der Forstwissenschaften und Praktikantin bei Försterin Saskia Bergelt, ist mit Heiko liiert; sie hat Blutflecken an ihrer Kleidung. Die Standesamtsleiterin von Annaberg-Buchholz, Luise Wolf, war beim Auffinden des Toten zugegen und sucht in auffälliger Weise den Kontakt zu Leonie. Seltsam verhält sich auch die Pfarrerin Schubert, die dem alten Zenker Holz unter Wert verkaufte.

Die Kommissare können Gregor Kampmann als einen der Holzdiebe identifizieren, Arbeiter in der Firma Zenker und Leonies Adoptivvater. Er lebt mit seiner Familie in ärmlichen Verhältnissen und wollte Leonies Studium mit den Diebstahlerlösen finanzieren. Sie hat eine Lese- und Rechtschreibstörung. Als die Kommissare ihren Einkaufszettel am Tatort finden, gesteht sie, den alten Zenker im Affekt gegen einen Baum gestoßen zu haben, nachdem er sie wüst beschimpft und ihr die Beziehung zu seinem Sohn verboten hatte. Jedoch ergibt die Obduktion, dass diese Verletzung nicht die Todesursache war.

Nach und nach kommen weitere Motive ans Licht: Heiko handelt trotz Einfuhrverbotes mit Birkenholz aus Russland, und die Pfarrerin wurde von Zenker erpresst, weil sie eine Affäre mit einer verheirateten Frau hatte. Luise Wolf erzählt den Ermittlern schließlich, sie und Zenker seien die leiblichen Eltern von Leonie; er habe sie damals gedrängt, abzutreiben und die Stadt zu verlassen. Sie aber habe das Kind bekommen, zur Adoption freigegeben und Zenker erst informiert, als sie Heiko und Leonie zusammen gesehen habe. Leonie hört mit und erfährt so, dass Luise ihre Mutter und Heiko ihr Halbbruder ist. Kommissar Winkler kann Heiko zum Geständnis bewegen: Er hatte das Gespräch zwischen Leonie und seinem Vater im Wald belauscht. Nachdem dieser das Bewusstsein zurückerlangt hatte, offenbarte er seinem Sohn, dass Leonie seine Schwester sei, und warf auch ihm Beleidigungen an den Kopf, woraufhin Heiko in Wut geriet und seinen Vater mit einem Holzscheit erschlug.

Winkler, der seit den Ereignissen des letzten Falls unter Panikattacken in geschlossenen Räumen leidet, kann diese dank seiner Liebesbeziehung zu Saskia Bergelt allmählich überwinden.

Produktion Der Film wurde in der Zeit vom 28. Mai 2025 bis 25. Juni 2025 in Annaberg-Buchholz und Umgebung gedreht. Einer der Drehorte war das Herrenhaus des technischen Denkmals Frohnauer Hammer, ein weiterer die Martin-Luther-Kirche in Kleinrückerswalde.

Rezeption Kritik Für Oliver Armknecht von Film-Rezensionen.de ist die Episode „stimmig“ und mit einigen bekannten Schauspielern aus dem Krimi-Genre besetzt; er kritisiert aber die „Seifenoper“-Wendungen in der Handlung.Oliver Armknecht: Erzgebirgskrimi: Mordholz bei Film-Rezensionen.de. 7. März 2026, abgerufen am 9. März 2026.

Susanne Bald von Prisma lobt die „schönen innigen Momente“ zwischen den Hauptfiguren im „aus Tradition düsteren Erzgebirgskrimi“ und die vielen regionalen Bezüge.Susanne Bald: ZDF-Krimi Mordholz: Wenn das Erzgebirge zum Tatort wird bei Prisma.de. 24. Januar 2026, abgerufen am 9. März 2026.

Der Stern ordnet die Serienfolge ein als „dahinplätschernde“ Episode mit erwartbarem Ende und hebt die Landschafts- und Stadtaufnahmen als gelungen hervor.Erzgebirgskrimi "Mordholz": Forsthaus-Romanze statt Dramatik bei Stern.de. 7. März 2026, abgerufen am 9. März 2026.

Einschaltquote Bei der Erstausstrahlung von Erzgebirgskrimi – Mordholz am 7. März 2026 verfolgten in Deutschland insgesamt 6 Millionen Zuschauer die Filmhandlung, was einem Marktanteil von 27,3 Prozent für das Zweite Deutsche Fernsehen entsprach. In der als Hauptzielgruppe für Fernsehwerbung deklarierten Altersgruppe von 14–49 Jahren erreichte der Film 0,31 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 8,6 Prozent.

Weblinks

Erzgebirgskrimi Offizielle Seite des ZDF Erzgebirgskrimi – Mordholz auf der Website des ZDF

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Fernsehfilm (ZDF) Mordholz