Mehler Sandstein bezeichnet den „im Mehler Berge“Claus Köpcke: Die steuerfreie Niederlage zu Harburg. In: Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, Bd. 6 (1860), Sp. 222ff., hier: Sp. 209, 295; Google-Books zwischen Mehle bei Elze und Eldagsen in dem zum Hannoverschen Bergland zählenden OsterwaldLandesamt für Bergbau, Energie und Geologie: weiterführende Liste Geologische Objekte in Niedersachsen – Hannoversches Bergland (PDF)., Darin: Carsten Helm, Rudolf Fischer, Markus Reuter, Immo Schülke: Oberjurazeitliche Korallenriffe im Steinbruch am Hainholz im Osterwald (PDF) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 9. März 2026 abgebauten Sandstein. Dieser wurde schon Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung des Königreichs Hannover insbesondere als Baustoff für die Hannoversche Südbahn im damaligen Amt Gronau-Poppenburg gewonnen. 1851 wurden hierfür fünf Steinbrüche von folgenden Eigentümern betrieben: Steinhauermeister Pohle aus Gestorf; Förster Fleck und Steinhauermeister Flessel aus Mehle; Kaufmann Reilson mit Sitz in Elze sowie zwei Steinbrüche im gemeinschaftlichen Besitz des Kaufmannes Reilson mit dem in Hildesheim tätigen Maurermeister Frankenberg.Johann Heinrich August Mohn: Versuche über das Gewicht und die rückwirkende Festigkeit der beim Bau der Hannoverschen Südbahn zu verwendenden natürlichen Bausteine. In: Notiz-Blatt des Architecten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, Bd. 1 (1851), Sp. 366ff.; hier: Sp. 367–368; Google-Books

Der Mehler Sandstein bedeckte – abhängig von den Verwerfungen – unter anderem eine Steinkohlenschicht, gefolgt von einer Schicht aus Ton, die wiederum die Deckschicht aus Serpulitenkalk und schließlich jenen Kalkstein mit Oolithstruktur bedeckte, der „in unerschöpflicher Menge“ im Mehler Berge leicht abbaubar war und in den 1860er Jahren ebenfalls von Reilson für die Bauwirtschaft geliefert wurde. Von diesen fünf Steinbrüchen wird bis in die Gegenwart der Steinbruch am Hainholz betrieben, durch den vor allem das Material eines im Oberjura entstandenen Korallenriffs durch die in Rinteln ansässige Firma Rohstoffbetriebe Eldagsen abgebaut wird.

Bekannte Werke aus Mehler Sandstein (Auswahl)

mini|1871–1873 nach Plänen von Wilhelm Lüer und Conrad Wilhelm Hase errichtete St.-Laurentius-Kirche in AstfeldLudwig Klasen (Hrsg.): Grundriss-Vorbilder von Gebäuden aller Art. Handbuch für Baubehörden, Bauherren, Architekten, Ingenieure, Baumeister, Bauunternehmer, Bauhandwerker und technische Lehranstalten, Bd. 11: Grundriss-Vorbilder von Gebäuden für Kirchliche Zwecke, Leipzig: Baumgärtner’s Buchhandlung, 1889, S. 1378–1379; Google-Books

1871–1873; der nach Plänen der Architekten Wilhelm Lüer und Conrad Wilhelm Hase errichtete evangelisch-lutherische Kirchenbau in Astfeld bei Goslar 1874 wurden im Zuge des Straßenbaus rund um das Militär-Reit-Institut in Hannover zahlreiche Straßen mit Mehler Sandstein gepflastert.Ludwig Klasen (Hrsg.): Grundriss-Vorbilder von Gebäuden aller Art. Handbuch für Baubehörden, Bauherren, Architekten, Ingenieure, Baumeister, Bauunternehmer, Bauhandwerker und technische Lehranstalten, Bd. 12: Grundriss-Vorbilder von Gebäuden für militärische Zwecke, Leipzig: Baumgärtner’s Buchhandlung, 1890, S. 1558; Google-Books Postament des 1879 ursprünglich als Brunnen errichteten Bödeker-Denkmals in HannoverRainer Ertel, Ernst-Friedrich Roesener: Altes, Neues und fast Vergessenes – Vom Bahnhof zum Leineschloss, in dies.: Brunnen in Hannover: Wasserspiele und Brunnen in ihren Stadtteilen, mit einem Beitrag von Ludwig Zerull, gefördert durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, Hannover: Cartoon-Concept Agentur und Verlags GmbH, 1998, ISBN 3-932401-03-4, S. 11ff.; hier: S. 15

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