mini|Isabelle Olivieri, 2010 Isabelle Olivieri (geboren 9. März 1957 in Montoire-sur-le-Loir; gestorben 10. Dezember 2016 in Montpellier) war eine französische Agraringenieurin und Evolutionsbiologin. Ihr Forschungsgebiet war die Evolutionswissenschaft, insbesondere die Genetik und die Populationsbiologie.

Leben Isabelle Olivieri studierte ab 1977 bei AgroParisTech. 1979 absolvierte sie ein Praktikum am Institut national de la recherche agronomique (INRA) in Antibes und erwarb 1980 ihr Diplôme Agronomie Approfondie (DAA) von AgroParisTech.1980 begann sie ihre Doktorarbeit über invasive Disteln am CSIRO-Zentrum in Montpellier, einer der Stützpunkte der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation in Frankreich. 1982 promovierte sie als Doktoringenieurin am Institut National Agronomique Paris-Grignon (INAPG), AgroParisTexch.

1983 war sie Postdoc im Labor von Paul Ehrlich an der Stanford University in Kalifornien. 1984 kehrte sie nach Frankreich zurück und arbeitete als Forscherin im Bereich Genetik und Pflanzenzüchtung am INRA in Montpellier. 1987 promovierte (docteur ès sciences) an der Universität Montpellier.

1993 wurde Olivieri zur ersten Professorin für Populationsgenetik an der Universität Montpellier ernannt. Sie lehrte formale Genetik und Populationsgenetik, theoretische Biologie sowie Populationsbiologie in Anwendung auf Naturschutz und Biodiversitätsmanagement. Sie beschäftige sich insbesondere mit theoretischen Arbeiten zur Evolutionsökologie von Metapopulationen (Ausbreitung, Fortpflanzungsaufwand, Fortpflanzungsregime, lokale Anpassung) sowie mit quantitativen Merkmalen in der Methodik des Populationsmanagements in der Naturschutzbiologie und zum Verständnis der mit biologischen Invasionen verbundenen Evolutionsprozesse. Sie interessierte sich beispielsweise für die Gewächshaus-Zwiebelmücke, die invasive Distel, die Mittelmeer-Luzerne, dann für die parasitären Milben, die Schwermetalle anreichernenden Kreuzblütler oder die südafrikanischen Silberbaumgewächse.

Olivieri wurde 2004 zur Vizepräsidentin und 2007 zur Präsidentin der European Society for Evolutionary Biology (ESEB) gewählt. Im selben Jahr wurde sie zur Vizepräsidentin der American Society for the Study of Evolution gewählt.

Preise und Auszeichnungen

2004: Descartes-Huygens-Preis 2007: Silbermedaille des CNRS 2009: Aufnahme in das Institut universitaire de France 2012: Grand Prix de la Société française d’écologie 2026: Aufnahme in die Liste der 72 Wissenschaftlerinnen, deren Namen zusätzlich zu den 72 im ersten Stock des Eiffelturms eingravierten Namen von Wissenschaftlern hinzugefügt werden sollen.

Weblinks

Isabelle Olivieri bei ResearchGate

Einzelnachweise

Kategorie:Agraringenieur Kategorie:Evolutionsbiologe Kategorie:Hochschullehrer (Universität Montpellier) Kategorie:Person (Centre national de la recherche scientifique) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Frau