Karl Kuchinka (* 7. Juli 1884 in Auscha, Österreich-Ungarn; † 29. August 1962 in Freiburg im Breisgau) war Generaldirektor und Betriebsführer der Witkowitzer Bergbau- und Eisenhütten-Gewerkschaft in Mährisch Ostrau. Als deutscher Wehrwirtschaftsführer wurde er 1944 von der tschechoslowakischen Exilregierung in London als Kriegsverbrecher eingestuft.Tschechoslowaken nennen deutsche Kriegsverbrecher. Eine Liste mit Namen, die man sich merken muss. In: American Reconstruction vom 4. August 1944, New York, S. 3.
Leben und Wirken Er besuchte die Höhere Staatsgewerbeschule in Reichenberg. Ab 1905 arbeitete er als Ingenieur bei der Witkowitzer Bergbau- und Eisenhütten-Gewerkschaft, deren Generaldirektor er später wurde. 1943 erfolgte seine Ernennung zum Wehrwirtschaftsführer.Glückauf. 1943, S. 192. Außerdem leitete er gemeinsam mit Franz Hummelberger die Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie und war Mitglied des Verwaltungsrates der Reichsvereinigung Eisen.Neue Mannheimer Zeitung vom 20. August 1942, S. 5. Er war Mitglied zahlreicher Vorstände und Aufsichtsräte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Baden-Württemberg, wo er 1962 starb.
Literatur Wer leitet? Die Männer der Wirtschaft und der einschlägigen Verwaltung einschließlich Adressbuch der Direktoren und Aufsichtsräte. 2. Aufl., Hoppenstedt & Co., Berlin 1942, S. 540.
Einzelnachweise
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